Forever Cool-Collaborations
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Who's Got The Action (with Big Bad Voodoo Daddy)
Ain't That A Kick In The Head (with Kevin Spacey)
I've Grown Accustomed To Her Face (with Chris Botti)
Baby-O (with Paris Bennett)
Who Was That Lady (with The Capitol Studio Orchestra)
Please Don't Talk About Me When I'm Gone (with Robbie Williams)
I Can't Believe That You're In Love With Me (with Joss Stone)
Just In Time (with Dave Koz)
Baby, It's Cold Outside (with Martina McBride)
King Of The Road (with Kevin Spacey)
You're Nobody Till Somebody Loves You (with Shelby Lynn)
Arrivederci Roma (with Tiziano Ferro)
Everybody Loves Somebody (with Charles Aznavour)
Brahm's Lullaby(a capella)
Review:
Ein durchweg frischer Klang: Die alten Aufnahmen wurden sehr stark aufpoliert und neu eingespielt, das ganze Unterfangen klingt im Großen und Ganzen (von der Authentizität her) besser als das, was man Frank mit Duets antat. Bei einigen Songs gibt's ein gesprochenes Intro und Outro von Dean/dem Duetpartner.
Zu den einzelnen Tracks:
Who's Got The Action (with Big Bad Voodoo Daddy)
Peppige Nummer, von dem Big Bad Voodoo Daddy merkt man so gut wie gar nix. Wenn man nicht aufmerksam zuhört dann fällt einem gar nicht auf, dass da noch jemand mit Dean hin und wieder mitsingt. Der Duettpartner ist hier viel zu unauffällig - ob "zum Glück" oder "leider" kann ja jeder selbst entscheiden
Ain't That A Kick In The Head (with Kevin Spacey)
Spacey singt über weite Strecken ordentlich, während dem kurzen musical interlude wurden ein paar freche Sprüche eingemixt, die von Dean stammen wohl aus (irgendwelchen) Session-Aufnahmen. Wirkt ein bisschen störend. Das Ende klingt arg kühl-künstlich.
I've Grown Accustomed To Her Face (with Chris Botti)
Das Trompeten passt besser als Kenny G. bei Sinatra und "One For My Baby". Nett.
Baby-O (with Paris Bennett)
Swingt angenehm dahin, Deans Stimme hat sehr viel Hall. Paris Bennett, 19, ist die fünftplatzierte (!) aus irgendeiner Staffel von "American Idol". Kann man gelten lassen, nette Nummer!
Who Was That Lady (with The Capitol Studio Orchestra)
Ohne Partner ist's halt doch was anderes!
Please Don't Talk About Me When I'm Gone (with Robbie Williams)
Autsch. Das Orchester swingt nett, aber Robbie Williams passt hier überhaupt nicht rein. Weder vom Timbre passt er hier zu Dean, noch kommt er mit dem Orchester mit und in den Rhythmus des Songs rein. Erster Tiefpunkt.
I Can't Believe That You're In Love With Me (with Joss Stone)
Oha. Etwas zu viel Pathos in der Stimme von Joss Stone. Passt nicht so wirklich zusammen find ich. Stellenweise stöhnt und orgasmiert sich die gute Dame da mehr durch den Song als sie ihn singt. "I thought that was swell" sagt Dean am Ende - ich find eher: geht gar nicht.
Just In Time (with Dave Koz)
Dave Koz ist ein Jazz-Saxophonist (naheliegende Wortspiele mit seinem Namen kann man sich also dank fehlender Gesangsdarbietung größtenteils sparen). Klingt ordentlich und eben "neuer" als die originale Aufnahme - ob man das aber unbedingt braucht ist ne andere Frage...
Baby, It's Cold Outside (with Martina McBride)
Das ist schön und klingt auch sehr authentisch und nicht künstlich. Ein Highlight der CD.
King Of The Road (with Kevin Spacey)
So besonders ist Kevin Spacey jetzt auch wieder nicht, dass man ihn gleich zweimal mit Dean singen hören müsste. Dean klingt in der neuen Fassung genauso weit vom Mikro entfernt wie im Original, bei Spacey ist der Klang ein völlig anderer. Deswegen will das auch irgendwie nicht so klappen. Klingt eher so als sänge Spacey zu Deans Song, der gerade im Radio läuft. Das Ende ist schrecklich.
You're Nobody Till Somebody Loves You (with Shelby Lynn)
Lynn ist ne Country-Sängerin und bekam 2001 einen Grammy in der Kategorie "Best New Artist". Mittelmaß würd ich sagen, so richtig kommt sie nicht in die Gänge.
Arrivederci Roma (with Tiziano Ferro)
Ein Hauch Italien in der Stimme von Ferro, aber es ist halt doch ein Unterschied zwischen der Popstimme Ferro und Deans Stimme. Nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut.
Everybody Loves Somebody (with Charles Aznavour)
Aznavour hatte ja vor einigen Jahren schon das Vergnügen, mit Frank ein Lied zu "singen" - jetzt tut er es mit Dean. Als ich das das erste mal hörte, musste ich doch etwas lachen. Viele von Aznavours Zeilen klingen in etwa so, als hätte er die Haftcreme an den Dritten vergessen. Man versteht ihn kaum, alles vernuschelt und dahingebrabbelt, gegen Ende summt und stöhnt er dann ein bisschen als hätte er die Finger im Pianodeckel - das ist noch tiefer als Robbie Williams.
Brahm's Lullaby(a capella)
Dean ohne alles - TOP!
In summa: Technisch sicherlich ausgereifter als der künstliche Klang auf Franks "Duets". Aber auch hier wurden einige Partner ausgewählt, die eben so überhaupt nicht zu Dean passen.
© Marc Rothballer für Sinatra - The Main Event, 2007



