Dino Latino (1963)
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(Alla En) El Rancho Grande
Mañana
Tangerine
South Of The Border
In A Little Spanish Town
What A Diff'rence A Day Made
Magic Is The Moonlight
Always In My Heart
Bésame Mucho
La Paloma
Review:
Dean Martin:Dino Latino (1963)
Die Bossa Nova Welle hatte Amerika in den 60zigern fest im Griff. Die Musik war damals so gefragt wie nie und namhafte Künstler wie Doris Day, Peggy Lee oder auch Perry Como nahmen lateinamerikanische Alben auf. Auch Dean Martin sollte diesen Trend mit diesem Album folgen.
Das Album ist die perfekte Ergänzung zu seinem „French Song“ Album und auch Bossa-Nova-Liedern kann Dean Martin seinen ganz eigenen Stempel aufdrücken. Die Auswahl reicht von alten Liedern wie „In a little Spanish town“ bis klassischen lateinamerikanischen Liedern wie „Besame Mucho“. Übrigens arrangierte Don Costa für Dean Martin dieses tolle Album.
Aber schauen wir uns die Lieder mal genauer an:
Im Jahre 1948 schrieb Peggy Lee und ihr Ehemann David Barbour „Manana“. Dieser Song wurde einer der Erkennungslieder von Peggy Lee. Dean singt dieses Lied sehr lässig mit einen ausgelassenen swingenden Arrangement, sicherlich einer der Höhepunkte dieses Albums.
Ein Lied über die mexikanischen Nachbarn darf hier auch nicht fehlen: „South of the Boarder“. Es ist wiederum ein fabelhafter Swinger.
Bei „Tangerine“ sticht vor Allem das Zusammenspiel der Congas mit den Saxophonen vor.
Das älteste Stück auf diesem Album ist „In a Little Spanish Town“ von 1928 - mit diesem Song hatte Bing Crosby seinen ersten großen Hit bei Paul Whiteman. Auch wieder ein rassiges Swingstück und wiederum unterlegt mit typischer mexikanischer Musik. Dieser Mix aus Swing, Balladen und lateinamerikanischen Rhythmen passt perfekt zu Dean.
Eine wunderschöne rhythmische Einleitung gibt es bei dem Lied „En Racho Grande“ mit einen schönen Gitarrensolo und Dean Martin singt hier einige Zeilen mit dem Chor. Es wirkt wie ein lateinamerikanisches Country Lied.
Als nächstes folgt die Ballade „What a Difference a Day Made“ - mit diesen Lied hatte die Jazzsängerin Dinah Washington 1962 einen Welthit. Hier wird das Arrangement mit kubanischen Rhythmen und Streichern unterlegt. Dean Martin singt hier sanft und zart, aber ohne dabei ins Kitschige abzudriften. Einen besonderen Ausdruck verleiht Dean dem Song indem er die letzten Zeilen auf Spanisch singt.
Das Stück „Always in My Heart” ist vielleicht vom Text her nichts Besonders, aber die sehnsuchtsvolle Stimmung bringt Dean hier wunderbar rüber. Vielleicht machen die Streicher dieses Lied etwas zu süßlich.
Der ultimative Höhepunkt dieses Albums kommt mit „Magic is the Moonlight“, mit diesem Song feierte auch Caterina Valente große Erfolge. Dean liefert hier eine besonders romantische Version ab. Wenn man seine Augen schließt, dann sieht man ein tanzendes Paar vor einem klaren Mond. Besonders in lauschigen Sommernächten entfaltet das Lied seine unwiderstehliche Wirkung. Man sollte das einfach mal ausprobieren.
Das Lied „Besame Mucho“ gilt für viele als das ultimative Liebeslied, aber meiner Meinung ist der Text etwas langweilig. Aber auch hier gibt an Dean Martins Interpretation nichts auszusetzen.
Viele werden „La Polama“ von Hans Albers oder Freddy Quinn kennen. Sicherlich eines der schönsten Liebeslieder überhaupt und deswegen auch sehr gut geeignet für Dean, denn romantische Lieder war sein Spezialgebiet. Das Arrangement trägt Deans Stimme durch das Lied, auch hier untermalt mit ein paar mexikanischen Elementen.
Dieses Album ist sicherlich eines der besten Alben von Dean Martin, denn hier passt einfach alles Dean Martins Stimme und die von Don Costa perfekt arrangierten Lieder. Dean ist hier in Bestform: Schade, dass er nicht mehr solcher thematischer Alben aufgenommen hat.
© Alex Schicke für Sinatra – The Main Event, 2009



