French Style (1963)
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C'est Si Bon
April in Paris
Mimi
Darling, Je Vous Aime Beaucoup
La Vie En Rose
The Poor People of Paris
The River Seine
The Last Time I Saw Paris
Mam'selle
C'est Magnifique
Gigi
I Love Paris
Arranged and conducted by Neal Hefti.
Review von Alex Schicke
Deans Album "French Style" aus dem Jahre 1963 führt uns in das schöne Frankreich. Reisealben waren damals sehr populär und so hatten auch Deans Kollegen zahlreiche dieser Alben aufgenommen. Bing Crosby nahm schon 1953 sein erstes französisches Album auf „Le Bing“ im gleichen Stil auf. Erwähnenswert sind auch seine beiden anderen Reisealben mit Rosemary Clooney („Travellin two beat“ und „Fancy meeting you here“). Frank Sinatra selbst nahm mit „Come fly with me“ das ultimative Reisealbum auf und war mit diesem Konzept äußert erfolgreich. Dean folgte dieser Entwicklung mit seinem französischen Album „French Style“ - eines seiner ersten Alben bei Reprise.
Hier die Lieder in der Einzelkritik:
Das Album beginnt mit dem Klassiker „C´est si Bon“, dass vor allem durch Louis Armstrong populär wurde. Der Chor ist sicherlich Geschmackssache, aber Dean singt das Lied doch sehr charmant mit seiner tiefen Stimme.
Bei seiner swingenden Version von „The poor people of Paris“ stören mich etwas die Streicher und der Chor, denn das macht das Lied etwas zu schmalzig.
Deans lässige Stimme kommt hier nicht so gut zur Geltung wie bei den anderen Liedern.
Sehr schön ist die Ballade „River Seine“, das Dean wunderschön betont. Die einzelnen Nuancen kommen hier besser zur Geltung, weil die Streicher stärker im Hintergrund sind. Der Begleitchor trägt hier auch zur verträumten Gesamtstimmung bei.
Sehr gelungen ist Deans Interpretation von „I love Paris“, denn Dean gleitet hier sehr schön mit den Streichern mit. Auch musikalisch stellt dieses Lied eine schöne Liebeserklärung an die Stadt der Liebe dar. Dean hatte den Song immer wieder in seinen Vegas Shows, allerdings mit einen besonderen Text.
Der Song „The last I saw Paris“ klingt leicht und locker mit originellem Arrangement, deswegen passt das Lied auch perfekt zu Dean.
Besonders gelungen ist das Lied „Mimi“ ein typisches Lied für frisch verliebte Pärchen.
Auch das Lied „April in Paris“ muss den Vergleich zu Sinatra nicht scheuen, im Gegensatz zu Franks Version ist diese Version weniger dramatisch. Bei Frank Sinatra klingt das Lied eher traurig, bei Dean klingt das Lied hingegen sehr romantisch.
Der große Nat King Cole hatte mit dem Lied „Darling je vous aimes Beaucoup“ einen großen Hit. Dean taucht hier ganz tief in das Lied ein und singt hier sicherlich das romantischste Lied auf diesem Album.
Das zweite Namenslied „Gigi“ wird wieder hauptsächlich von den Streichern getragen und Dean singt sehr nachdenklich und ohne jegliche Übertreibung. Wenn man die Augen schließt, dann sieht man die schöne „Gigi“ vor einem stehen.
Dahingegen klingt „ La vie en Rose“ etwas kitschig zu Akkordeontakten, als wolle hier gezielt ein gewisses Klischee bedienen. Die Dramatik in Dean`s Version fehlt hier ganz und deswegen kann Deans Version z.B. mit der von Edith Piaf nicht mithalten.
Ganz anders ist „C´est maginifque“, das Dean sehr charmant singt und dabei französische Wörter verwendet.
Als Abschluss des Album gibt es „Mam´selle“ - ein Lied das wunderbar zu Deans Stimme passt, denn er hier kann er wieder schön betonen und tief singen.
Sicherlich ist dieses von Neal Heft arrangierte Album sehr kommerziell angelegt, aber die meisten Lieder passen einfach sehr gut zu Dean. Er gibt sich viel Mühe bei diesen Liedern und deshalb klingen alle sehr authentisch. Kommerz muss also nicht immer schlecht sein.
© Alex Schicke für Sinatra – The Main Event, 2008



