Gentle on My Mind (1969)
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BY THE TIME I GET TO PHOENIX
GENTLE ON MY MIND
RAINBOWS ARE BACK IN STYLE
HONEY
THAT'S WHEN I SEE THE BLUES
WELCOME TO MY HEART
DROWNING IN MY TEARS
NOT ENOUGH INDIANS
THAT OLD TIME FEELIN'
APRIL AGAIN
Review:
Dean Martin Gentle on my mind
Das Jahr 1968 war ein ereignisreiches Jahr, denn im diesen Jahr rebellierte die Jugend gegen die Generationen ihrer Eltern. Es gab große Antikriegsdemonstrationen gegen den Vietnamkrieg u.a. in den USA und Deutschland. Auch in der Musik gab es große Veränderungen - neue Songwriter wie Rod Mckuen, Bob Dylan und Glen Camphell verfassten ihre Lieder mit neuen Themen. Zu dieser Zeit nahm Dean Martin unter Leitung von Jimmy Bowen ein zeitgenössisches Album mit aktuellen Liedern auf.
Das Album beginnt mit dem großen Jimmy Webb Klassiker „ By the time I get to Phoenix“. Dean singt das Lied recht hoch und gleitet schon im Rhythmus mit.
Sehr schön ist das Lied „ Rainbows are back in Style“, dass man gut mitsingen und mitschnippen kann.
Der Song „Gentle on my mind“ wird hier großartig von Dean Martin interpretiert, denn er singt den Song lässig, nicht zu angestrengt und mit viel Gefühl und Ausdruck. Darüber hinaus wirkt die Darbietung ehrlich und nicht gekünstelt, besser kann man dieses wunderschöne Lied von John Hartford nicht singen.Das macht einfach gute Laune.
Der Song „Honey“ klingt sehr nachdenklich, denn es geht über eine gescheiterte Ehe. Dean singt hier sehr emotional und er verleiht so dem Lied einen neuen Glanz.
Es gibt wiederum einen Stimmungswechsel bei dem Lied „ That´s when I see the blues“, das Dean langsam singt und mit einer lässigen Stimme.
Der Bert Kaempfert Klassiker „Welcome to my Heart“ klingt etwas kitschig, weil Dean hier gegen den Chor und Streichern ansingen muss. Es ist vielleicht der einzige Tiefpunkt auf dieser Platte.
Dahingegen ist „ Drownig in my tears“ recht lässig und schnoddrig vorgetragen.
Bei dem witzigen Lied „ Too Many Chiefs Not Enough Indians“ macht Dean am Ende den Gesang der Indianer nach.
„That Old Time Feelin“ klingt wie eine nachdenkliche Country-Ballade, für solche Lieder war Dean´s Stimme sehr gut geeignet.
Das Album endet mit dem Song „ April Again“ - ein trauriges Lied mit einer wunderschönen Streicherbegleitung. Dean wiederholt mehrfach den Refrain des Liedes, dass macht er sonst eher selten.
Auf diesem Album versucht Dean neuere Poplieder in seinem Stil zu interpretieren. Dies ist ihm auf dieser LP gelungen, denn die Lieder passen einfach zu Dean. Dean war damals in seiner stimmlichen Glanzzeit, vor allem bei den Balladen singt er noch tiefer und dunkler und er drückt den Liedern seinen eigenen Stempel auf.
© Alex Schicke für Sinatra – The Main Event, 2008



