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Eine Nummer zu groß

Titel: Eine Nummer zu groß
Originaltitel: A Hole in the Head
USA 1959

Cast:
Frank Sinatra (Tony Manetta)
Edward G. Robinson (Mario Manetta)
Eddie Hodges (Ally Manetta)
Eleanor Parker (Mrs. Rodgers)
Carolyn Jones (Shirl)
Thelma Ritter (Sophie Manetta)
Keenan Wynn (Jerry Marks)
Joi Lansing (Dorine)
Regie: Frank Capra
Oscar: "High Hopes" (Song)

Inhalt:

Der leichtlebige Hotelbesitzer Tony (Frank Sinatra) steht vor dem finanziellen Ruin. Als ihm der Räumungsbefehl für sein "Garden of Eden" am Strand von Miami Beach ins Haus flattert, muss er binnen 48 Stunden die überfällige Pacht auftreiben. Verzweifelt wendet er sich an seinen Bruder Mario (Edward G. Robinson), der Tonys Lotterleben ein Ende setzen will und ihm seine Hilfe nur unter der Bedingung zusagt, dass Tony endlich heiratet und in ordentlichen Verhältnissen lebt oder aber seinen Sohn Ally in die Obhut seines Onkels gibt...

Eine Nummer zu groß (im Original A Hole in the Head) war ursprünglich ein Broadway-Musical, das Frank Capra 1959 verfilmte. Es sollte sein vorletzter Film werden, der ihm zwar bei weitem nicht so viel Erfolg und Anerkennung bescherte wie etwa Ist das Leben nicht schön oder Arsen und Spitzenhäubchen, aber dennoch eine rührende Vater-Sohn-Geschichte der ausklingenden 50er Jahre erzählt. Mit einem gehörigen Schuss Kitsch und Naivität und einem charismatischen Frank Ol' Blue Eyes Sinatra bleibt Capra seinem Leitmotiv "Kleiner Mann will hoch hinaus" treu. Für den Song "High Hopes", den Sinatra im Duett mit seinem Film-Sohn Eddie Hodges singt, kassierte er den Oscar, wobei der Titelsong "All My Tomorrows" eigentlich das größere Meisterwerk ist. Die Nebenrollen sind mit unter anderem Edward G. Robinson (Cincinnati Kid), Thelma Ritter (Das Fenster zum Hof) und Carolyn Jones, die ein paar Jahres später Morticia Addams spielen sollte, hochkarätig besetzt.

Der Film wird glücklicherweise im Original-Kinoformat 2,35:1 wiedergegeben und das Bild besticht durch eine auffällig schöne Farbgebung. Die DVD aus dem Hause MGM ist ansonsten aber recht spartanisch und bietet keinerlei Extras.

Marc Osmers für Amazon.de (Mit freundlicher Genehmigung)

Zur DVD:

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprachen: Deutsch (Mono) Englisch (Mono) Französisch (Mono) Spanisch (Mono) Italienisch (Mono)
Bildformat: 16:9, 2.35:1
DVD Erscheinungstermin: 20. Juli 2004
Produktion: 1959

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Synchronsprecher:

Darsteller:  Sprecher:  Rolle: 
Robinson, Edward G.  Balthoff, Alfred  Mario Manetta 
Sinatra, Frank  Ode, Erik  Tony Manetta 
Taylor, Dub  Niendorf, Horst  Fred the Clerk 
Ritter, Thelma  Treff, Alice  Sophie Manetta 

© mit freundlicher Genehmigung von Arne Kaul, Synchrondatenbank, für Sinatra - The Main Event, 2005

Stimmen zum Film:

Alfred Terschak:

Tatsächlich ist dieser Frank Capra-Streifen einer jener Sinatra-Filme, die ich am allerliebsten mag - neben dem kürzlich dank eines Remakes zu Ehren gekommene "Oceans Eleven" ("Frankie und seine Spießgesellen") und der in seiner deutschen Fassung mit dem saublöden Namen ausgestatte ("Wenn mein Schlafzuimmer sprechen könnte!") "Come Blow Your Horn".

"Eine Nummer zu groß" (hier hat das Original den dümmeren Namen "A Hole In The Head") bietet auf den ersten Blick seichte Unterhaltung, aber auf allerhöchstem Niveau. Dabei hat der Film sogar durchaus seine nachdenklichen Seiten, bleibt aber stets unterhaltsam. Alleine dieser Spagat ist ein Meisterstück.
Hauptdarteller Frank Sinatra spielt grandios (was ja nicht immer der Fall war), auch in den eher dramatischen Szenen, wo der verzweifelte Held unseres Films, ein gegen die Pleite kämpfende Vater, dem sein eigfener Bruder zwar ... - halt ich will nicht zu viel verraten.

Wie gesagt, Sinatra spielt den Underdog großartig, und absolut glaubwürdig. Überdies sind die Aussenaufnahmen hervorragend, im damals frisch umgestalteten, wunderhübschen Art-Deco-Viertel von Miami-Beach, das auch heute noch fast gleich aussieht - inklusie der Parkuhren. Auch hier hatte unser Held recht behalten, das Viertel sollte schon noch seine Chance bekommen, damals machte er mit dem Hotel leider pleite, weil es die meisten Gäste (wie auch heute noch) in die stillosen Riesenkästen in der Nachbarschaft zog. Nur heute haben die Menschen das traumhafte Areal mit 20-er Jahre Nostalgie-Effekt als eine der schönsten Flaniermeilen der Welt für sich entdeckt.

Zürück zum Film: Es ist KEIN Musikfilm, dennoch lohnt er auch musikalisch, Frank Sinatra war zum Zeitpunkt des Drehs ja die absolute Nummer 1 des Musikgeschäfts: Der Song "High Hope's" räumte den dafür vorgesehen Oscar ab, schaffte es in den Charts ganz nach oben und sollte bald danach noch im Kennedy-Wahlkampf zu großen Ehren gelangen und der Titelsong "All My Tommorows" ist sowieso eine Nummer der Sonderklasse.

Fazit. Ein (in erster Linie) unterhaltender Film nicht nur für Nostalgiker.

 

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