Am 30.12.2003 schrieb Werner Stulz
Herzliche Gratulation zu dieser wirklich informativen und professionellen Webseite über den wohl erfolgreichsten Sänger des letzten Jahrhunderts!
Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz
Event & Consulting
Werner Stulz
Am 21.12.2003 schrieb Edith
It is wonderful to know there are other people out there who just ache when they here "I'm a Fool to Want You" and and cannot help but to dance and sing at the top of their voice when they hear "Summerwind". LONG LIVE SINATRA!!!
Sinatra in Vegas-Oder die Hoffnung auf ein Ticket
Sinatra in Vegas-Oder die Hoffnung auf ein Ticket
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Im Mai 1987 bin ich zu einer USA-Durchquerung gestartet. Die Reise ging per Bus (Greyhound) von San Francisco über Key West nach New York. (In San Francisco wurde ich übrigens zufällig Gast eines gratis Open Air Konzerts von John Denver. )
Schon vor Reisebeginn hatte ich mir den absoluten Höhepunkt erträumt – Frank Sinatra live in Vegas ! Aber, in den Zeiten vor dem Internet konnte ich nicht mal so nebenbei erfahren, ob der beste Sänger aller Zeiten in Vergas weilt. Also fuhr ich einfach auf den blauen Dunst dort hin und hoffte IHN live on Stage erleben zu können. Sicherheitshalber hatte ich mir eine „ordentliche Stoffhose“ und ein „vernünftiges Hemd“ eingepackt (nur ein Verrückter nimmt so etwas mit auf eine Rucksacktour!).
Am 24. Mai 1987 ging es früh morgens von San Diego per Bus nach Vegas. Abends, so gegen 18:30 Uhr, fuhr ich Richtung Vegas-Busstation. Beim Betrachten der Plakate traf mich fast der Schlag: Das bekannte Sinatra-Signet! Das Datum empfand ich als Hieb mit der Peitsche: 22. – 24. Mai. Ich kam also in den Abendstunden seines letzten Konzerts in Las Vegas an. Hatte weder eine Unterkunft, noch irgendeine Ahnung wo denn das Golden Nugget liegt. Vom Bus ging ich direkt ins nächste Hotel und fragte an der Rezeption sofort ob es noch Karten für FAS gäbe. Die überraschte Antwort lautete „Oh, he’s in town? Sorry, we have no informations. Man gab mir meinen Zimmerschlüssel und die Telefonnummer vom Golden Nugget. Direkt rief ich dort an und bekam die niederschmetternde Nachricht - „all sold off!“.
Was tun? Ich entschied mich all dies zu ignorieren und für eine normale Vorbereitung auf SEIN Konzert. Heißt - Dusche, Rasur, Hose sowie Hemd glätten und ab Richtung Golden Nugget, welches zufällig direkt hinter meinem Hotel lag.
Dort versicherte man mir, dass es keine Karten mehr gäbe, dennoch wurde mir freundlich der Weg Richtung Konzertsaal gezeigt. Mit einem ziemlichem Klos im Hals habe ich mich bis zum Eingang vorgewagt und erkundigte mich recht hoffnungslos nach einer Chance die Show zu sehen. Plötzlich hieß es: „No problem Sir, you get one for the last show!“
Überglücklich habe ich 50 $ bezahlt, wurde in eine Liste eingetragen und konnte anschließend etwas von Vegas erkunden. Voller Vorfreude auf das Konzert ließ ich mich von dieser phantastischen Lichterstadt beeindrucken.
Pünktlich war ich an Ort und Stelle. Der Raum war mit Tischen ausgestattet und es herrschte fast Kneipenatmosphäre; zumindest waren auch während des Programms Nebengeräusche durch Unterhaltungen etc. zu vernehmen. Zum Konzert wurden übrigens auch zwei Glas Weiswein „gereicht“ (treffender wäre: auf den Tisch geknallt). Übrigens, das Orchester, geleitet von seinem alten Kumpel Bill Miller, war im „Graben versteckt“ und nicht sichtbar - der Sound jedoch erstklassig! Ich kann mich noch gut erinnern darüber zu sinnieren welch gewaltiger Aufwand doch für etwa 1.000 Besucher/innen betrieben wurde.
Im Vorprogramm durfte ich mir noch die Witze eines Alleinunterhalters – wohl Don Rickles - anhören. Dann kam Francis Albert Sinatra!
Da in diesem Konzertsaal alle Plätze recht nah an der Bühne waren, konnte ich ihn aus relativer Nähe erleben. Für meinen Geschmack sah er ziemlich aufgedunsen aus, was – laut damaliger Presseberichterstattung – wohl an einer Kortisonbehandlung gelegen hat.
Die Songfolge (Dank an Bernhard Vogel!): Just The Way You Are, Witchcraft, Summer Wind, Maybe This Time, Bewitched, Street Of Dreams, I Get Along Without You Very Well, Please Be Kind, Medley: The Gal That Got Away / It Never Entered My Mind, Monologue, For Once In My Life, Something, You Are The Sunshine Of My Life, I’ve Got The World On A String, My Heart Stood Still, Mack The Knife.
Wie schon 1984 bei meinem ersten Sinatra-Konzert in Wien kannte ich nicht alle von ihm dargebotenen Lieder (was mir heute sicher nicht mehr passieren würde!!).
Anmerken möchte ich, dass ich damals fast ausschließlich den „jungen“ Sinatra im Ohr hatte. Ich erwartete also einen Sänger, den es teilweise seit 20 bis 30 Jahren nicht mehr gab ..... und kam deshalb wohl irgendwie mit seiner Stimme nicht klar. Seine offenkundig nicht optimale Grundverfassung tat ihr übriges. Wie ich das Konzert im Jahre 2003 empfunden hätte weiß ich nicht. Ich meine aber, dass ich es heute, wo ich die CD 80th live sehr gern höre, wohl anders bewerten würde. Damals empfand ich beispielsweise Summerwind, dessen Fassung ich nur von der Greatest Hits LP kannte, enttäuschend. Auch sein Abschluss mit Mac the Knife übte auf mich in keinster Weise die Faszination aus, die ich noch 1984 in Wien bei diesem Lied empfunden hatte.
Nun denn, ich war glücklich ihn noch einmal erleben zu dürfen und betrachte – auch wenn die Erinnerung an Einzelheiten des Konzerts recht blass sind - dieses Erlebnis als den Höhepunkt einer absoluten Traumreise.
Für mich sehr positiv war und ist, dass seine Konzerte in Wien und Vegas komplett unterschiedliche Programme hatten. In Wien gab’s noch die Klassiker The Lady is a Tramp, Strangers in the Night, May Way sowie New York zu hören. In Vegas nicht, obwohl eine Zuschauerin ständig NY forderte. Bei zwei Konzerten durfte ich 28 verschiedene Songs genießen. Keine schlechte Ausbeute! Mein damaliges Lieblingslied, gab es ’89 endlich in München (mit Liza und Sammy): I have got you under my skin.
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Übrigens, im Jahre 2000 war ich mit meiner Familie noch einmal in Vegas. Wir übernachteten im Hotel Sahara. Was lief dort wohl? The Rat Pack is back! Natürlich habe ich mir diese Show – für 40 $– gegönnt. Sie war gut. Dass der Mensch mit der großen Nase jedoch mein Frank sein sollte empfand ich als komisch. Durch diese Show weiß ich aber, was ich 1987 liebend gern erlebt hätte: Die große Zeit mit Sammy, Dean & Frank! So kann man nur auf die Veröffentlichung des Archivmaterials hoffen.....
Noch eine letzte Bemerkung - Direkt nach dem Verlassen des Konzerts habe ich schon ein Bandmitglied auf dem Heimweg gesehen und dachte: ‚während du noch im Saal stehst und dir die Finger wund klatschst packen die Musiker rasch ihre Sachen zusammen und hauen ab’. Und Frank? Der wird wohl schon am Tresen gesessen haben ......
(Ein Beitrag von Andreas Est, geschrieben für das Magazin "The Voice" der DSS für Frank Sinatra - The Main Event)


