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Am 30.12.2003 schrieb Werner Stulz

Herzliche Gratulation zu dieser wirklich informativen und professionellen Webseite über den wohl erfolgreichsten Sänger des letzten Jahrhunderts!

Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz

Event & Consulting
Werner Stulz


Am 21.12.2003 schrieb Edith

It is wonderful to know there are other people out there who just ache when they here "I'm a Fool to Want You" and and cannot help but to dance and sing at the top of their voice when they hear "Summerwind". LONG LIVE SINATRA!!!


Voice of the Century

Von Christian Förster

An erster Stelle möchte ich dem “Entertainer of the Century” meine Anerkennung und meinen Respekt zollen. Kein anderer hat es vermocht, so viele Menschen im Laufe der Jahrzehnte so in seinen Bann zu ziehen und so zu begeistern. Dieser Beitrag soll eine Hommage und Laudatio für den einzigartigen Frank Sinatra sein. Ob mir dies gelingt, weiß ich noch nicht, und ich möchte einleitend noch hinzufügen, das es sich bei diesem Beitrag natürlich nur um meine eigene persönliche Meinung über “The Voice” handelt, und ich mich gerne über andere Meinungen und Anregungen freuen würde.

Ich möchte kurz berichten, wie denn das bei mir mit Frank Sinatra angefangen hat.

Aus meinen Kindheitstagen kann ich mich eigentlich nur an zwei Berührungspunkte mit Sinatra erinnern. Die erste, noch schwache Erinnerung geht zurück auf das Jahr, in dem Sinatra gemeinsam mit Lisa Minelli und Sammy Davis jr. für ein Konzert im Münchner Olympiastadion gastierten. An diesem Tag kamen ständig Berichte und Reportagen über dieses Konzert im Radio und Fernsehen, und ich war damals sehr über diesen Rummel für dieses Konzert und den damit verbundenen Besuch von Sinatra in Deutschland erstaunt. Als dann parallel zu diesen Reportagen auch hin und wieder Songs von Frankie gespielt wurden, fand ich die zwar ganz unterhaltsam, konnte aber trotzdem diese Hysterie um Sinatra nicht ganz nachvollziehen (was wohl an meinem Alter lag!). Die zweite Erinnerung die ich an Sinatra in meiner Kindheit habe, ist er in der Rolle des Soldaten Maggio in “Verdammt in alle Ewigkeit”. Da es sich bei diesem Film um den Lieblingsfilm meines Großvaters handelte, habe ich mir diesen Film zum ersten Mal als elfjähriger angesehen. Ich war von diesem Streifen, insbesondere von der Rolle des Maggio zwar begeistert, aber auch hier hat Sinatra noch keinen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich werde später noch einmal auf diesen Film näher eingehen.

Meine Leidenschaft für Sinatra entbrannte also nicht unbedingt schon in den Kindheitstagen, sondern begann eigentlich verhältmässig spät.
So richtig ging es erst vor wenigen Jahren los, als ich in meinem damaligen Beruf als CD-Einkäufer in der Musikbranche zwangsläufig auf Sinatra aufmerksam wurde. Ich war damals der Meinung, das eine CD von Frank Sinatra in jede gut sortierte Sammlung gehört, also auch in meine, und habe mir damals die Scheibe “New York, New York” in der Annahme gekauft, das ich damit eigentlich die wichtigsten und schönsten Songs von Sinatra besitze (was sich natürlich als Irrtum herausstellte!) . Die CD stand dann eigentlich relativ lange im Regal und geriet allmählich in Vergessenheit. Wahrscheinlich würde sie dort auch noch heute stehen, wenn mir nicht zufälligerweise ein befreundeter Kollege während einer Tagung ständig von “seinem Sinatra” vorgeschwärmt hätte.

Ich nahm diese Begebenheit dann als Anlass mir meine inzwischen leicht angestaubte “New York, New York” doch einmal anzuhören. Das Ergebnis das daraus resultierte sind inzwischen ca. 175 CDs und ca. 180 LPs von Frank Sinatra. Es vergeht inzwischen nicht ein Tag, an dem ich nicht mindestens einen Song von Frankie höre. Frank Sinatra ist inzwischen ein ständiger Begleiter für mich geworden, und ich bemühe mich ständig meine Sammlung an CDs, LPs , Videos und Büchern von und über Sinatra zu erweitern. Ein Unterfangen das sich mit unter als recht schwierig gestaltet. Ich persönlich mußte beim Auf- und Ausbau meiner Sinatra Musik-Sammlung feststellen, das es einen doch nur sehr begrenzten Markt für Sinatra-Musikaufnahmen, egal ob auf CD oder LP gibt. Dies ist meiner Meinung nach, auf ein mangelndes Interesse von Sinatra in Deutschland zurückzuführen. Selbstverständlich gibt es in jedem Musikladen die gängigen Sinatra Scheiben (die meisten sogar als “Nice-Price” Produkte), schwierig wird es aber wenn man sich auf die Suche nach seltenen oder nicht mehr auf dem Markt erhältlichen CDs in Deutschland begibt. Hierbei stößt man ziemlich schnell an die Grenzen des machbaren. Da bleibt als einzige Möglichkeit nur noch die geduldige Suche in Second-Hand-Läden oder auf CD-Börsen. Natürlich kann man im Musikgeschäft jede Menge CDs von Sinatra bestellen, wird aber leider die Erfahrung machen, das es sich in sehr vielen Fällen nur um irgendwelche wahllos zusammengestellte Songs auf Billigteilen handelt. Als äußerst vielversprechend empfindet es die Musikindustrie anscheinend auch, noch bisher unveröffentlichte Sinatra Alben in teilweise sündhaft teure limitierte Sonderboxen auf den Markt zu bringen. Einige Beispiele hierfür sind der limitierte Lederkoffer mit den “Complete Reprise Studio Recordings” mit 18 unveröffentlichten Songs (20 CDs, Neupreis ca. DM 899, Sammlerwert inzwischen fast das doppelte) und die Box “The Capitol Years” mit 6 CDs (All the Way, This is Sinatra I + II, Look to your Heart, Sinatra sings...of Love and Things, The Rare Sinatra), die bisher so noch nicht veröffentlicht wurden (insgesamt 21 CDs, Neupreis ca. DM 400). Beim Kauf dieser Editionen ergibt es sich zwangsläufig, das man auf diese Weise sehr schnell so manches Sinatra Album doppelt besitzt. Ein weiteres Beispiel ist die Sonderauflage der “Duett”-CDs, die als limitierten Auflage, sozusagen als besonderen Zusatz (und als einzigstes, eventuell begründetes Kaufargument), eine CD-Aufnahme der Aufzeichnung des Radiospecials mit Interviews der Interpreten beinhaltet (3 CDs, Neupreis ca. DM 70). Mit nahezu euphorischer Spannung erwartete man ja auch auf das Album “The Summit – In Concert” (24 Karat Gold Disc/DCC Classics, Neupreis ca. DM 70), dabei handelte es sich hierbei keineswegs um neues musikalisches Material von Sinatra, Martin und Davis jr., sondern nur um eine etwas edlere aufgemachte Auflage der CDs “Live at Villa Venice Chicago I + II” (BMG ARIS Import/2 CDs, Neupreis ca. DM 70)., die bereits vor Jahren auf dem Markt gekommen sind.
Ganz sicher finden solche limitierten Auflagen ihren Käuferkreis (auch ich muss mich hier angesprochen fühlen), trotzdem handelt es sich hierbei meiner Meinung nach um reines Profitstreben der Musikindustrie.

Als Sinatra Sammler möchte ich an dieser Stelle auch noch empfehlen, sich auf das Sammeln von Sinatra Schallplatten zu konzentrieren, da es immer noch einige Alben gibt, die bisher nicht auf CD erschienen sind. Ich persönlich ziehe die Schallplatte der CD sowieso vor, wenn ich Sinatra höre. Für mich ist das irgendwie noch mehr Sinatra, wenn ich ihn auf Platte höre (wenn möglich natürlich die Originalpressung!). Auch wenn man unter Umständen klanglich Einbussen hinnehmen muß, macht ein Knistern und vielleicht mal ein leichter Kratzer das Hören von Sinatramusik für mich noch originaler und intensiver. Leider, das muß ich natürlich eingestehen, ist das Sammeln von Sinatraplatten teilweise eine sehr kostenintensive Angelegenheit, was aber spätestens dann vergessen sein sollte, wenn man z. B. eine Originalpressung eines Albums von Sinatra in Händen hält (diese Freude tröstet über den Kaufpreis eigentlich immer hinweg!). Für den Kauf von Sinatra Schallplatten kann ich aus eigener Erfahrung eigentlich nur empfehlen, nicht unbedingt jede, teilweise horrende Summe für eine Sinatra Schallplatte zu investieren. Man neigt sicherlich dazu, aus Freude heraus eine lang gesuchte Platte gefunden zu haben, fast jeden Preis zu bezahlen. Doch auch hier lohnt es sich unter Umständen etwas Geduld aufzubringen, und nach möglichen Ersatzangeboten Ausschau zu halten. Als sehr guten Ratgeber und als Richtlinie, für den Sammlerwert von Sinatra Schallplatten und CDs empfehle ich “The official Price Guide to Frank Sinatra Records and CDs” von Vito R. Marion and Anthony C. Furfero, welches über die Sinatra Society Amerika (auch ohne Mitgliedschaft) zu beziehen ist. In diesem Buch sind alle Sinatra Aufnahmen mit Angabe des Sammlerwertes (in US $) angegeben. Für einen “verrückten” Sinatra Sammler wie mich, ist dieses Buch eine Pflicht. Diese Price Guide ist aber auch rein vom Informationsgehalt, im Bezug auf die Musikaufnahmen von Sinatra, sehr zu empfehlen, zumal im Anhang auch Bezugsquellen für Sinatra Material usw. aufgeführt sind. Ich persönlich musste nach Erhalt dieses Buches, die etwas ärgerliche Feststellung machen, das ich für so manche LP und CD total überzogene Preise bezahlt habe. Ein weiteres Buch, das ich auch unbedingt empfehle, ist “Songs by Sinatra”. Das Buch ist in drei Teile gegliedert. In die Rubrik Komponist & Arrangeur, Veröffentlichungsdatum der Alben sowie der Titel der CD oder der LP, auf der sich die Sinatratitel jeweils befinden. Alle drei Bereiche sind alphabetisch aufgebaut. Ein gutes, fast unerlässliches Nachschlagewerk, wenn einem einmal gerade nicht einfällt, auf welcher CD oder LP der Titel zu finden ist, den man jetzt gerne von Sinatra hören möchte. Dieses Buch ist zu beziehen über Rick Apt “The Sinatra Collectors” in den USA. Beide Büchern sind englischsprachig, und bilden meiner Meinung nach eine gute Ausgangsbasis und Hilfe für den Aufbau einer möglichst umfassenden und kompletten Sinatra Sammlung (falls das überhaupt möglich ist).

Natürlich, und das muß ich an dieser Stelle einräumen, gibt es auch noch andere Musikinterpreten und Musikgenres die ich höre, vielleicht auch deshalb, um mir die Einzigartigkeit und Besonderheit von Sinatra zu bewahren. Generell hat sich aber mein Qualitätsempfinden, meine Differenzierung zwischen guter und zweitklassiger Musik durch Sinatra extrem geändert. Meine eigene Musiksammlung umfasst ca. 3000 CDs, ich meine daher beurteilen zu können, welchen einzigartigen Stellenwert die Musik von Sinatra einnimmt.

Ich möchte nicht bestreiten, das es auch heute noch gute Musik gibt, und neue interessante Impulse bei der musikalischen Entwicklung festzustellen sind, denen ich mich auch nicht unbedingt verschließen möchte. Nimmt man aber Sinatra als Messlatte und Gradmesser für die Beurteilung, so stelle ich immer wieder fest, das man es schwer hat, etwas qualitativ annähernd ebenbürtiges zu finden. Ich neige bei einigen Songs anderer Interpreten sogar schon dazu, mir vorzustellen, um wieviel intensiver und besser der Song wäre, wenn ihn Sinatra interpretieren würde.


Meiner Meinung nach entdeckt man bei den Songs von Sinatra immer wieder etwas Neues, dies macht ihn für mich immer wieder so spannend, und darin liegt meiner Meinung nach die Größe und das Genie eines Sinatra. Gerade das macht einen Sinatra so wichtig und bedeutend.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das man manchmal schon etwas seltsam und verwundert angeschaut wird, wenn man sich als Sinatra-Fan bekennt (zumal wenn man erst 26 Jahre jung ist). Aber in einer Zeit, in der diverse deutsche Interpreten mit primitiven und dümmlichen Lieder auf internationalen Festivals auftreten, ist

diese Reaktion auf Sinatra wahrscheinlich nachvollziehbar. Ohne jetzt zu unterstellen, das Sinatra einen gewissen Intellekt erfordert, glaube ich trotzdem das manche Menschen eben einfach nicht in der Lage sind, das Genie und die Größe von Sinatra zu erkennen, und ihn richtig beurteilen zu können. Aber wie wir wissen, führt ja Unwissenheit zu einem schnellen Urteilsvermögen. Ich akzeptiere immer konstruktive Kritik zu Sinatra, solange diese auf fundierten Wissen basiert.
Für mich sind seine Alben die er in seinen, wie Sinatra selbst einmal sagte “very good years” aufgenommen hat, die besten und professionellsten. Hier merkt man genau, das Sinatra den Höhepunkt und die absolute stimmliche Reife erreicht hat. Perfekte Arrangements, höchst vollendete Phrasierung und absolute Glaubwürdigkeit in der Interpretation seiner Songs. Gerade in dieser Glaubwürdigkeit des Vortrags liegt ein weiteres großes Talent von Sinatra, jeden Song so vorzutragen, als hätte er ihn selbst erlebt. Je mehr man sich emotional auf seine Songs einlässt, desto größer ist die Wirkung, man lebt die Songs regelrecht mit. Um nur ein Beispiel von vielen hierfür zu nennen, empfinde ich als gutes Beispiel den Song “all alone”, den Sinatra so interpretiert, das man meinen könnte, er wäre wirklich der einsamste Mensch von allen. Für mich sehr interessant ist, wenn man die Songs die Sinatra mehrmals in unterschiedlichen Jahren eingespielt hat, näher betrachtet, und bewusst auf sich wirken lässt. Hier hört man regelrecht die kontinuierliche stimmliche Festigung und Steigerung, bis hin zum absoluten Höhepunkt und unerreichter Größe, nicht nur im Bezug auf die Stimme sondern eben auch auf das Talent der Interpretation. Auch diese Beobachtung ist eine weitere Seite die ich an Sinatra stets bewundert habe, den Ehrgeiz sich immer wieder verbessern und steigern zu wollen, immer wieder bemüht zu sein, die bessere und vollkommende Version für einen Song zu finden. Sinatra behauptete wahrscheinlich nicht zu unrecht, das er im Bezug auf seine Interpretation und den Vortrag seiner Songs, seiner schärfster Kritiker war. Interessant hierbei festzustellen, das in das von seiner Einstellung als Sänger gegenüber seiner Einstellung als Schauspieler sehr unterscheidet, als Schauspieler war er ja der Meinung, das die erst aufgenomme Szene die beste und natürlichste war. Man könnte an dieser Stelle die kontroverse Behauptung aufstellen, das er mehr leidenschaftlicher Sänger als Schauspieler war, wovon ich übrigens überzeugt bin. Auf das filmische Schaffen von Sinatra möchte ich aber an späterer Stelle näher eingehen.
Ich teile auch die viel verbreitete Meinung, das Sinatra am besten war, wenn er live und vor großen Publikum gesungen hat. Hier blühte er so richtig auf, hier war er unschlagbar. Ich wüsste keinen Interpreten, der ganz alleine auf einer Bühne ohne technische Showeinlagen und großer Bühnenshow, soviel rüberbringen konnte, wie ein Frank Sinatra. Hier reichte allein die Person Frank Sinatra um phonogen zu sein. Leider war es mir niemals vergönnt, und was würde ich nicht alles für dieses Erlebnis geben, einem Konzert von Sinatra einmal selbst beizuwohnen, und diese großartigen Ausstrahlung, Aura und Wirkung von Sinatra auf sein Publikum mitzuerleben. Zum Glück gibt es von einigen Konzerten Videoaufzeichnungen, die natürlich keinen Ersatz zu einem miterlebten Konzert bieten, aber immerhin erahnen lassen, wie großartig die Live-Auftritte von Sinatra gewesen sein müssen. Ich selbst halte, ebenso wie mein Sinatra-Kollege Andreas Kroniger (ich erlaube mir an dieser Stelle, ihn so zu bezeichnen), das Konzert “THE MAIN EVENT” für das wohl beste und eindrucksvollste Konzert von Sinatra. Eine Aufnahme die man wirklich haben muss, sollte man sie nicht schon haben.

Sinatra war natürlich nicht nur Sänger sondern auch Schauspieler.
Meiner Meinung nach besaß Sinatra ein gewisses schauspielerisches Talent, hat aber in den falschen Filmen mitgewirkt. Ich hoffe mit dieser provokanten Meinung niemanden zu verärgern, zumal ich hinzufügen muss, das es sich bei den Sinatra-Filmen um typische Filme dieser Zeit handelt, und meine Meinung natürlich nicht pauschal für alle Filme anzuwenden ist. Es gab durchaus auch Streifen die von der Handlung und von der dramaturgische Seite betrachtet, einen gewissen Anspruch erfüllen. Ein klare Ausnahme meiner Beurteilung bildet der Film “Verdammt in alle Ewigkeit”, für den Sinatra der Oscar verliehen wurde. In diesem Film ist deutlich zu merken, und das hat sich wahrscheinlich auf die Schauspielleistung von Sinatra entscheidend ausgewirkt, das er für diese Rolle alles gegeben hätte. Sinatra wusste, das dieser Film für ihn den Fortbestand seiner Karriere bedeuten könnte, und so spielte er auch. “Verdammt in alle Ewigkeit” ist ein Film der zu Recht als Meilenstein der Filmgeschichte betitelt wird, wahrscheinlich auch wegen der nur minder glorifizierenden selbstkritischen Darstellung und Beurteilung amerikanischer Werte.
Was für mich aber Sinatra ausmacht, ist nicht nur der Schauspieler und Sänger Sinatra, sondern auch der Mensch selbst.
Für Sinatra trifft wirklich der Satz zu, “he did his Way”, wie es Bill Clinton bei seiner offiziellen Anteilnahme nach dem Tod von Sinatra formulierte. Sinatra ein Mensch der von ganz unten kam, auf der falschen Seite des Flusses geboren wurde und lebte (Hoboken), und der loszog die Welt in seinen Bann zu ziehen, und aus den Angeln zu heben. Ein Mensch der es immer wieder geschafft hat, sich aus jedem Tal heraus wieder an die Spitze zu kämpfen, der alle Tiefen und Höhen gelebt hat, und sich aber immer, ohne Rücksicht auf eigene Konsequenzen treu geblieben ist. Der immer der Sinatra blieb der er war, ohne sich den Trends und den Entwicklungen, nicht nur in musikalischer Hinsicht, anzupassen. Um Sinatra kennenzulernen empfehle an dieser Stelle das Buch “My Father” von seiner Tochter Nancy. Sicherlich muss man bei dieser Biografie gewisse Abstriche im Bezug auf die Objektivität und die Beurteilung von Sinatra einräumen, aber wer würde auch schon in einer Biografie über den eigenen Vater Kritik üben. Dieses Buch eignet sich aber trotzdem sehr gut, den Menschen, den Vater und den Freund Sinatra kennenzulernen.
Ich selbst werde in Kürze einen Reise nach New York unternehmen, wo ich hoffe, möglichst viele Sinatraschallplatten, die meiner Sammlung noch fehlen, auf Flohmärkten und bereits ausgesuchten Plattenläden zu finden. Mein sekundäres Ziel ist es natürlich, wenn man schon in New York in der Stadt von Sinatra ist, zumindest einmal sein Geburtshaus bzw. das was davon übriggeblieben ist, aufzusuchen. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr interessant werden könnte, einfach mal zu sehen in welcher Umgebung Sinatra aufwuchs und von wo aus er seine Karriere begann. Zu der Zeit in der ich in New York zu weilen gedenke, läuft zufälligerweise auch ein neues Stück am Broadway mit dem Namen “Our Sinatra”.

Ein Besuch dieses Musicals ist für mich natürlich Pflicht, ebenso natürlich ein Besuch der “Radio City Hall” in der in Sinatra mit seine ersten Konzerte vor tausenden von Fans gab. Einen ausführlichen Bericht dieser Reise, im Bezug auf Sinatra, werde ich natürlich nachschicken.
Um zum Ende zu kommen möchte ich abschließend noch einigen Menschen danken.
An erster Stelle mein Dank natürlich für Andreas Kroniger, Sascha Kohler und Marcus Prost für Ihre Homepage im Internet, verbunden mit meiner Anerkennung für diesen grandiosen und professionellen Auftritt im Netz. Sinatra wäre stolz auf Euch, und ich hoffe mit meinem Beitrag einen Teil zu dieser Arbeit beigetragen zu haben. Mein Dank auch all denen, mit denen ich in Verbindung stehe, und bereits interessante Gespräche über und um Sinatra führen konnte. Meiner Meinung nach lebt Sinatra dadurch weiter, das man sich mit ihm auseinandersetzt und sich mit anderen über ihn austauscht. Überall wo auf dieser Welt ein Song von Sinatra gespielt wird, ein Bericht gedruckt wird, eine Dokumentation oder Film im Fernsehen mit Frankie läuft, ein Musical über sein Leben und Wirken geschrieben wird, wo ein Denkmal für ihn errichtet wird und wo Menschen einfach über Sinatra reden, lebt “THE VOICE” weiter. In dieser Stelle möchte ich kurz auch auf das posthume Duett von Celine Dion und Sinatra auf ihrer CD “All the Way.. A Decade of Song” eingehen. Man mag von diesem Duett von “All the Way” natürlich die unterschiedlichsten Meinungen vertreten, aber dennoch bin auch hier der Meinung, das Sinatra durch so ein Projekt ein Stück weiterlebt, und vielleicht einer neuen Generation näher gebracht wird, die von Sinatra bis dato vielleicht nichts gewusst hat. Außerdem denke ich, das wenn es vielleicht zu einem Album mit dem Titel “Duetts III” gekommen wäre, Sinatra eventuell von sich aus Celine Dion zu einem Duett gebeten hätte. Ich möchte hier aber natürlich ganz deutlich festhalten, das ich selbstverständlich gegen eine kommerzielle Ausbeutung von Sinatra bin, und nicht alles gutheiße was dazu dient, die Erinnerung an Sinatra am Leben zu erhalten. Ich bin empört, wenn ich z. B. eine Kopie des Testamentes von Sinatra für 150 $ und die Flagge seiner Privatjacht für 5.000 $ angeboten bekomme. Das hat natürlich nichts mehr mit Sinatra zu tun, sondern dient ausschließlich dem Profitstreben mit dem Namen Sinatra, was ich auf das Schärfste verurteile. Man muss ganz klar differenzieren, was einem würdigen Andenken von Sinatra nützt und was dem Andenken schadet.
Ich wünsche mir einfach, und darum bin auch ich bemüht, das wir, die echte Sinatragemeinde dafür Sorge tragen, das ein Mensch wie Frank Sinatra niemals in Vergessenheit gerät, und das ihm immer der Platz, die Anerkennung und der Respekt eingeräumt wird, der ihm durch sein Lebenswerk zusteht, nämlich “The Voice of Century” gewesen zu sein. Sinatra war für mich das letzte große Idol der Musikgeschichte und was wir im schulden, ist der Dank für sein musikalisches Erbe und der Dank für all die schönen Stunden die wir mit seiner unvergesslichen Musik erleben durften und erleben können. Wenn folgende Generation einmal fragen werden, was den in unserer Zeit einmal ein musikalisches Idol gewesen ist, können wir mit Freude und Stolz davon berichtet, das es einmal einer Entertainer gab, der Frank Sinatra hieß
In Memorial Frank Sinatra
Wie bereits einleitend erwähnt, würde ich mich über Reaktionen, Meinungen und auch über eventuelle Kritik über meinen Beitrag sehr freuen. Selbstverständlich stehe ich auch jederzeit gerne für irgendwelche Fragen um oder über Sinatra zu Verfügung.

Christian Förster für Frank Sinatra - The Main Event

 

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