The Main Event

Songindex

Sie muessen Java Script zulassen um alle Elemente dieser Seite anzuzeigen...

Allgemein

Share on Facebook _____________________



It’s Only A Paper Moon

Titel

It’s Only A Paper Moon

Text & Musik

Musik von Harold Arlen , Text von Billy Rose und Yip Harburg

Infos

Harold Arlen, Billy Rose und Yip Harburg schrieben das Lied 1932 für ein Musical, das unter dem Titel „Take A Chance“ 1933 auch als Film in die Kinos kam; June Knight und Buddy Rogers sangen den Song dort als Duett, der ursprünglich den Titel „If You Believed In Me“ trug. Viele Künstler der Zeit nahmen den Song in ihr Programm, u.a. die große Billie Holiday sang das Stück auch im Plattenstudio, und bald war er als „It’s Only A Paper Moon“ bekannt.
Sinatras erste Begegnungen mit dem Lied fallen in das Jahr 1945, als er das Stück zweimal in seinen Radio-Shows zum Besten gab (The Frank Sinatra Show vom 7.3.1945 und Songs By Sinatra vom 31.10.1945). Fünf Jahre apäter nahm Sinatra den Song dann zusammen mit George Siravo und einer exquisit besetzten Jazzband für Columbia im Studio auf, für sein Album „Sing And Dance with Frank Sinatra“. Das Album entstand im Overdub-Verfahren, weil Sinatra bei den Orchester-Sessions aufgrund einer Erkrankung nicht bei Stimme war.
Für seine Radioshow „To Be Perfectly Frank“, die 1953-1954 zweimal wöchentlich auf NBC ausgestrahlt wurde, spielte Sinatra bei mehreren speziellen Studiosessions etwa 50 Titel zusammen mit dem „Sinatra Symphonette“ ein, einem Quintett unter Leitung von Bill Miller. Die Aufnahme von „Paper Moon“ wurde erstmals im Februar 1954 gesendet.
Nachdem Sinatra seinen monatelangen Rechtsstreit mit Capitol beigelegt hatte, ging er zusammen mit Nelson Riddle Ende August 1960 nach einem Jahr endlich wieder ins Studio. Zu den Aufnahmen für sein Album „Sinatra’s Swingin‘ Session!“, der kürzesten LP, die Sinatra jemals produzierte, gehörte auch ein Remake dieses Songs.
Infos: Bernhard Vogel

Diskographie:

(1) COLUMBIA-STUDIOAUFNAHME vom April 1950
Arrangement: George Siravo
Orchester geleitet von George Siravo
Orchester aufgenommen in New York City am 24.4.1950
Sinatra’s Overdub aufgenommen in New York City etwas später (Datum nicht dokumentiert)
Album: Sing And Dance With Frank Sinatra (EP/LP)
(auf CD erschienen unter dem Titel: Swing And Dance With Frank Sinatra)

(2) „To Be Perfectly Frank“ (NBC Radio, AFRS #25) vom 23.2.1954
Arrangement: George Siravo
The Sinatra Symphonette geleitet von Bill Miller
Studioaufnahme, aufgenommen in Hollywood (Datum nicht dokumentiert)
CD: FS After Hours (Artistry)

(3) CAPITOL-STUDIOAUFNAHME vom 31.8.1960
Arrangement: Nelson Riddle
Orchester geleitet von Nelson Riddle
Aufgenommen in Hollywood, Capitol Tower
Album: Sinatra’s Swingin‘ Session!

Übersetzung

Es ist nur ein Papiermond
(It´s only a Paper Moon)

Es ist nur ein Papiermond
Der über ein Meer aus Karton schwebt
Aber es würde keine Fantasie sein
Wenn du an mich glauben würdest
Ja, der Himmel ist nur aus einem Leinentuch
Und hängt über Bäumen aus Stoff
Aber es würde keine Fantasie sein
Wenn du an mich glauben würdest
Ohne deine Liebe ist es nur ein einziger Karnevalszug
Ohne deine Liebe ist es nur eine Melodie aus einem Spielautomaten
Es ist Münchhausens Welt
So erfunden, wie es nur geht
Aber es würde keine Fantasie sein
Wenn du an mich glauben würdest



Übersetzung: Andreas Bergmann

für Frank Sinatra - The Main Event
http://www.the-main-event.de

Stimmen zum Song:

Marcus Prost:

Unübertroffen ist aber ohne jeden Zweifel Sinatras Capitol-Fassung. Nelson Riddle läßt sich einfach nicht übertreffen; mit seiner Version hat er DIE ultimative, nicht mehr steigerbare Fassung geboten.
Für mich ist diese Fassung bester Swing aus der sich der Spätblütephase der Capitol-Ära. Unübertreffbar.

Holger Schnabl:

Beide Versionen haben zwar durchaus ihren Unterhaltungswert, bewegen sich aber dennoch - zumindest bei mir persönlich – im Mittelfeld. So wirklich zündet keine der beiden Aufnahmen und das hat jeweils verschiedenen Gründe.
Vor allem einmal klingt Sinatras Stimme bei der Columbia-Version ziemlich fremd, mir scheint fast als liefe das Vocal-Band eine winzige Spur zu langsam. Irgendwie jedenfalls mutet die Stimme seltsam an. Höchst befremdlich, in der Tat! Ich erinnere mich noch gut, wie sich vor Jahren beim allerersten Hören dieser Nummer meine Stirn vor Erstaunen in Knitterfalten legte. Sinatra´s Gesang bei der späteren Capitol-Version klingt jedenfalls natürlicher, wenngleich er auch hier nicht wirklich ganz auf der Höhe seiner Fähigkeiten zu sein scheint.
Ja, in der Tat: Sinatra ist auf dem gesamten „Swingin´ Session“-Album, welches über weiteste Strecken praktisch eine Neuaufnahme des Columbia-Albums „Sing And Dance With FS“ darstellt, nicht in der Hochform, in der er sich auf den vorangegangenen Capitol-Swing-Alben präsentierte.
Zudem ist es natürlich immer bedenklich einfallslos, ein Album mit Songs zu machen, die man zum größten Teil schon in zumeist besseren Sinatra-Versionen kennt.
Was nun das Arrangement von „Papermoon“ betrifft, hat für meine Ohren das Siravo-Arrangement eindeutig den weitaus größeren Reiz. Die Band legt mit so viel Schwung los, dass man dabei unmöglich ruhig sitzen bleiben kann. Das Capitol-Arrangement ist zwar auch nicht ganz und gar zu verachten, aber den mitreissenden Schwung der Erst-Version vermag es nicht zu bieten. Auch wird dieses Arrangement durch die Streicher ein wenig verwässert, wie mir scheinen will.
Sinatra hat ja sehr viele Swing-Titel seiner Columbia-Zeit später bei Capitol neu eingespielt, manchmal gelang Sinatra allein was seinen Gesang betrifft, dabei sogar die bessere Interpretation – allein vom Arrangement gefallen mir dennoch zumeist die älteren Columbia-Versionen. Ich werde nicht müde, dies bei Gelegenheit immer wieder einmal anzuführen, weil die Arbeit von Siravo doch ein wenig Gefahr läuft, unterschätzt zu werden. Ganz zurecht werden die Arbeiten von Riddle und May hoch geschätzt – dennoch: Vor Siravo können beide Männer durchaus den Hut ziehen. Ab den späten 50er Jahren neigten die Swing-Arrangements oft dazu, eine Spur „überzüchtet“ zu sein, um so höher schätze ich die oft sparsameren, aber jazzigeren Columbia-Swing-Arrangements sowie vor allem auch die Riddle-Arrangements für „Songs For Young Lovers & Swing Easy“, welche sehr viel mehr Eleganz haben als vieles, was Riddle und May später für Sinatra geschrieben haben.

Alfred Terschak:

Zumindest die Capitol-Version ist ganz große Klasse. Ich mag das lied selbst wahnsinnig gerne und in der Capitol-Variante ist Franks Version mal wieder eine von den Nummern, die vorgeben, wie der Song auszusehen hat. Einziger Wermutstropfen, der Song "gehört" eigentlich, ja wem eigentlich. Ich denke es ist Ella. Wenn ich mich da jetzt nur nicht irre. Auf alle Fälle, diese Variante mit Frauenstimme, topt vielleicht sogar noch das an sich grandiose Frank Sinatra- Nelson Riddle Werk. Auf alle Fälle eine Spitzennummer, die viel zu selten - auch von mir - gewürdigt wird.

Tim Bialek:

Capitol hat auf jeden Fall den Vorzug aufgrund besserer Phrasierung und Coolness von Franks Gesang. Wenngleich das erotisch-laszive "Without...your...love" der Columbia-Version während der Instrumentalpassage auch was hat. Das Arrangement von Siravo ist hervorragend, Franks Umgang mit Jazz und Swing jedoch noch ausbaufähig.

Andreas Bergmann:

Ein klasse Song, der zu meinen Frank-Favoriten gehört. Vor allem die Capitol-Version von "Swingin' Session" höre ich sehr gerne, aber auch die locker-verspielte Version von "S(w)ing And Dance" finde ich spitze.

Andreas Kroniger:

Stimmlich würde ich mich für die Columbia-Version entscheiden, musikalisch für die Capitol-Version. Ansonsten kann ich dem Song nicht all zuviel abgewinnen...

Bernhard Vogel:

Mir fällt die Entscheidung schwer... Capitol ist vielleicht ein bischen peppiger, Columbia mit Siravo find ich aber ungemein erfrischend. Also nehm ich mal die dritte Fassung , aus "To Be Perfectly Frank". Eine der schönsten Swingnummern unter diesen zu oft vergessenen Aufnahmen, die wir leider nur noch in Form von Aufzeichnungen der fertig produzierten und im "American Forces Radio Service" (AFRS) wiederholten Radiosendungen besitzen. Das "Sinatra Symphonette" hatte einen tollen Sound, auf den Sinatra 25 Jahre später bei seinen Live-Konzerten mit Falcone wieder zurückkommen sollte (wenn auch nicht auf "Paper Moon).








 

© Sinatra - The Main Event | Online since 1999

Eine weitere Veröffentlichung unserer Artikel & Übersetzungen auf anderen Webseiten und/ oder anderen Medien ohne Anfrage und/ oder Genehmigung ist nicht gestattet; diese Genehmigung kann nur durch den Betreiber und/ oder durch den Autor selbst im Einzelfall erfolgen.

This Website is dedicated to Thelma and Joe Bowers – "You hold the world on a string, sitting on your rainbow"

Translate this page

Content

Contact: Andreas Kroniger

Sinatra - The Main Event