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Allgemein

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New York, New York (Theme from)

Titel

(Theme from) New York, New York

Text & Musik

Fred Ebb und John Kander

Infos

Der Titelsong aus Martin Scorceses Film mit Robert De Niro und Liza Minneli in den Hauptrollen aus dem Jahre 1977 wurde die Schlussnummer bei Sinatras Konzerten. Diese Hymne auf den "Big Apple" wurde auch New Yorks inoffizielles Hymne. Sinatra sang diesen Song zuerst live in den späten 1970er Konzerten und nahm es im Jahre 1979 im Studio auf. Bei der ersten Aufnahme vom 20 Juli 1979 saß Vincent Falcone, Jr. am Klavier. Nicht mit der Aufnahme zufrieden, nahm Sinatra den Song am 19 September 1979,erneut auf. Diesmal leitete Falcone das Orchester und Pete Jolly saß am Klavier. Diese Aufnahme erschien auf der 1980 auf dem Reprise-Album "Trilogie". Es wurde für den Grammy Awards als "Record of the Year", "Song of the Year", "Best Male Pop Vocal Performance" und "Best Arrangement" nominiert. Eine Live-Aufnahme auf dem Konzert in Dallas vom 24. Oktober, 1987 erschien auf für Capitol auf dem Album "Sinatra 80th: Live in Concert". "New York, New York" ist sicherlich auch einer der Konzerthöhepunkte der "Ultimative Event Tour" 1988/ 1989 im Duett mit Lisa Minelli. Am 6. Juli 1993 nahm Sinatra "New York, New York" erneut auf. Tony Bennetts Part wurde später zugemischt. Der Song kann auch in einigen Filmen gehört werden: Peter Bogdanovich's "They All Laughed" (1981), John Carpenter's "Star-man" (1984) und Albert Brooks's "Lost in America" (1985).

Übersetzung I

NEW YORK; NEW YORK

Die Nachrichten breiten sich aus, ich ziehe heute los
Ich will ein Teil davon sein, New York, New York

Diese Vagabundenschuhe verlangen danach zu streunen
Genau durch das Herz von New York, New York
Ich möchte aufwachen in einer Stadt, die niemals schläft
Ich finde ich bin der König des Bergs, die Spitze des Haufens
Dieser Kleinstadt-Blues läßt mich dahinschmelzen
Ich fange ganz neu an im alten New York,
Wenn ich es hier schaffen kann, kann ich es überall schaffen
Du bist dazu in der Lage New York, New York
New York, New York

Ich möchte aufwachen in einer Stadt, die niemals schläft
Und ich finde ich bin die Nummer Eins, an der Spitze der Liste
König des Bergs,die Nummer Eins
Dieser Kleinstadt Blues läßt mich dahinschmelzen
Ich fange ganz neu an im alten New York,
Wenn ich es hier schaffen kann, kann ich es überall schaffen
Du bist dazu in der Lage New York, New York
New York


Übersetzung:Verena Kroniger
für Frank Sinatra - The Main Event
http://www.the-main-event.de

Übersetzung II

New York, New York

Erzählt’s rings umher: Heut geh’ ich von euch,
Ich möchte ganz dazugehör’n, New York, New York!
Diese Stromer-Schuh’ durchstreiften zu gern
Das wahre Herz der großen Stadt New York, New York,
Und dann erwache ich in der Stadt, die niemals schläft
Und bin der Beste ganz hoch, Spitze des Volks!

Der Kleinstadt-Trübsinn weicht langsam von mir,
Ich fang’ noch mal von vorne an in Alt-New York;
Wenn ich’s da schaffen kann, dann schaff’ ich’s überall –
Es liegt an dir, New York, New York!

New York, New York

Ich möcht’ erwachen in der Stadt, die niemals schläft,
Mich seh’n als A – Nummer 1, Höchster im Rang,
Bester ganz hoch, A – Nummer 1…

Der Kleinstadt-Trübsinn weicht langsam von mir,
Ich fang’ noch mal von vorne an in Alt-New York;
Und wenn ich es da schaffen kann, dann schaff’ ich es auch überall –
Es liegt an dir, New York, New York!

New York

© Übersetzung: Marc Rothballer für Sinatra – The Main Event, 2008

Stimmen zum Song:

Andreas Sturm:

Wie "Strangers in the night" und "My Way" war dieses Lied vor allem mein Einstieg zu Frank Sinatra...Ich kann es sooft anhören wie ich es will, es gefällt mir immer wieder.

Bernhard Vogel:

Sonst gibts zu diesem Song wohl wenig zu schreiben, jeder kennts und (im Gegensatz zu "Strangers" oder "My Way") jeder mags, habe jedenfalls noch niemanden getroffen, der dieses Lied von Sinatra nicht mochte. Deswegen find ich persönlich eigentlich Songs spannender, bei denen nicht 99% einer Meinung sind.
Zahllose Live-Versionen gibts von diesem Song, darunter allein dreizehn offiziell erschienene aus verschiedenen Sinatra-Konzerten der Jahre 1982-1994.

Holger Schnabl:

Der Song war ein absoluter Glückstreffer für Sinatra und hat ihn zu Beginn der 80er Jahre wieder richtig populär gemacht und ihm einen neuen, jüngeren Zuhörerkreis verschafft. In den Hitparaden kam der Song zwar soweit ich weiß nicht besonders weit nach vorn, aber er wurde von allen Radiostationen sehr gern gespielt – und wird es heute noch. Erst gestern hörte ich die Nummer zufällig im Radio.
Ich zumindest werde dieser Nummer nie überdrüssig werden, schon die ersten Schläge auf das Becken zu Beginn des wahrhaft fantastischen Arrangements versetzen den Hörer in gehobene Stimmung. Sinatra ist bei dem Song nach langen Jahren noch einmal groß in Form und lässt den Hörer kurzfristig all das viele überflüssige Zeugs, dass er nach dem Comeback in den 70er Jahren eingespielt hat, vergessen. Eine herrliche Nummer, wie sie den meisten Künstlern höchstens ein, zwei Mal in ihrer Karriere über den Weg läuft und Sinatra hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt – ein echter Lichtblick im trüben Gewässer der Post-Retirment-Phase.
Anders als bei „Strangers“ oder „My Way“ hat man hier bei Live-Aufnahmen nicht das Gefühl, Sinatra war des Songs eigentlich schon überdrüssig und sang ihn nur dem Publikum zuliebe. Mir scheint bei diesem Song hat er auf der Bühne wirklich jedesmal gegeben, was noch in ihm steckte, auch noch bei den späten Konzerten der 90er, wo naturgemäß leider nicht mehr viel in ihm steckte. Auf „Strangers“ und „My Way“ hat er in Konzerten mitunter sogar verzichtet, aber „New York“ war ein Fixpunkt des Konzertrepertoires. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er nach 1979 viele Konzerte gegeben hat, in denen der Song nicht mit dabei war.
Als Studio-Aufnahme dürfte die Trilogy-Version nur wenig zu überbieten sein, es gibt auch eine Reihe packender Live-Aufnahmen...
Die 93er-Studio-Aufnahme fällt im Vergleich zur 79er-Version sehr stark ab, was auch weiter nicht verwunderlich ist. Hier wirkt Sinatra bereits schwach und schwer gezeichnet – dieses „Duell“, wenn man es so nennen wollte, gewinnt Tony Bennett. Dieses Duett hört sich in der Tat an wie eine Art „Hofübergabe“ des Chairman-Titels an Bennett, der sich spätestens zu diesem Zeitpunkt als der einzig in Betracht zu ziehende Nachfolger profilierte. Der Ausgang dieses Kräfte-Messens ist auch kaum verwunderlich, Bennett war damals Mitte Sechzig und voll in Fahrt (was er auch jetzt 76jährig noch immer ist - eine Duett-CD mit K.D. Lang steht uns ins Haus), Sinatra hingegen war bereits Ende Siebzig und am Ende seines Weges angelangt.
In Summe ist „New York“ ein ganz, ganz großer Wurf, bei jeder Reprise-Top 10 sollte der Song sehr weit vorn mit dabei sein und ich persönlich würde ihn in eine Top 20 aus Sinatras gesamten Schaffen mit dazu nehmen, schon allein des Arrangements wegen.
Alfred Terschak:

Natürlich ist "Theme from NY NY " ein Megasong, um in der Teeniesprache zu bleiben. Keine Frage, der Song ist sensationell, dabei war bei uns die Liza-Version lange Zeit fast populärer. Heute ist alles anders und nach "My Kind Of Town" ist Frank in sagenhafter Weise ein zweites Mal das Kunststück gelungen, für eine Metropole (und was für eine!) eine Hymne für Generationen abzuliefern. Außerdem würde ich meinen, dieser Song hat längst Yesterday als meistgespielter Song abgelöst. Keine Veranstaltung, kein Volksfest, keine Hochzeit, kein Ball, ob mit großem Orchester, Blasmusik oder kleiner Combo ohne Theme from NY NY, zeitweise in furchtbaren Fassungen, aber längst weltweit stets als gleichzeitige Verbeugung vor NY NY UND Frank.

Marcus Prost:

Für mich ist dieses Lied eines der ganz ganz großen Kunstwerke, die wir Sinatra zu verdanken haben.
Die Melodie ist grandios, Sinatras Interpretation unüberboten und der Text eine einzigartige Hymne auf die westliche Welt und die nur in ihr möglichen hochurbanen Kultur.
"My kind of Town", "Chicago" oder "I Love Paris" waren andere Lieder, in denen Sinatra Städte besungen hat, aber "Theme From New York , New York" ist da eine andere Kategorie. Wenn man sich den Text anschaut, geht es in dem nicht darum, das New York eine schöne Stadt ist und viele Sehenswürdigkeiten hat, so wie es in den üblichen Liedern über Städten der Fall ist. Hier geht es um Urbanität, um den Wunsch eines Menschen gesellschaftlich aufzusteigen, um eine Gesellschaft in der jeder seinen "amerikanischen Traum" träumt.


 

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