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One Finger Melody

Titel

One Finger Melody

Text & Musik

Al Hoffman, Kermit Goell, & Fred Spielman

Infos

Mit einem Axel Stordahl Arrangement nahm Sinatra "One Finger Melodie" am 18. September 1950 als Columbia-Single auf. Der Song stieg bis auf Platz 9 und blieb für 16 Wochen in den Charts. Sinatra sang den Song außerdem 1950 in seiner Radiosendung "Meet Frank Sinatra" und in seiner TV-Sendung "The Frank Sinatra Show".

Übersetzung

Ein-Finger-Melodie
(One Finger Melodie)

Yum dida dida, ich liebe es diese Melodie zu spielen,
Yum dida dida, die Melodie, die du mir sangst.
Hier, neben meinem Piano, bleibe ich,
Und hole eine Erinnerung mit nur einem Finger hervor.
Yum dida dida, die Musik bringt mich dir nahe
Wenn ich sie lange genug spiele wird sie vielleicht Wirklichkeit
Nun bist du weit weg und ich bin allein und so spiele ich
Yum dida dida, da yum dida dida, den ganzen Tag.

Yum dida dida, die Musik bringt mich dir nahe
Wenn ich sie lange genug spiele könnte sie Wirklichkeit werden
Nun bist du weit weg und ich bin allein und so spiele ich
Yum dida dida, da yum dida dida, den ganzen Tag.
(Yum dida dida da ooo, yum dida dida da ooo)
Yum dida dida, da ooo

Übersetzung: Marc Rothballer für Sinatra - The Main Event

Stimmen zum Song:

Holger Schnabl:

Sogar als erklärter Verfechter der Columbia-Phase muss man zugeben, dass Sinatra auch hier mitunter entschieden danebengehauen hat. „One Finger Melody“ (aufgenommen Herbst 1950, wenn ich mich recht erinnere) gehört mit Sicherheit zu den eher unnötigen Aufnahmen dieser Zeit. Welch bedauerliche Vergeudung von Talent... Ab ins Kuriositäten-Kabinett damit, würde ich sagen...Bei diesem Song ist es tatsächlich nicht zu vermeiden, dass man lachend den Kopf schüttelt angesichts des Gehörten. Ob der Song überhaupt ernst gemeint war? Falls ja, ist er zumindest unfreiwillig komisch. Es gibt zwar noch weitaus schlimmeres aus der Columbia-Phase, zumal gegen Ende seiner Zeit bei diesem Label war Sinatra leider öfter mal gezwungen, ziemlichen Schrott aufzunehmen. „One Finger Melody“ ist nicht ganz so schrecklich wie z.B. „Mama Will Bark“ oder die Nummern, auf denen Sinatra auf italienisch singt, aber ganz sicher keine Nummer, die einem abginge, wenn es sie nicht gäbe. Der Song ist nicht nur einfallslos, sondern obendrein recht einschläfernd. Nichts desto Trotz (oder gerade deswegen) war die Nummer ein Hit, zumindest habe ich das mal in irgendwelchen Liner-Notes gelesen. Das einzig Positive an dem Liedchen ist Sinatras Stimme.

Andreas Kroniger:

"One Finger Melodie" ist rein vom Text her sicherlich kein Highlight. Ebenso ist es sicherlich auch kein Highlight aus Sinatras musikalischem Schaffen. Dennoch hat der Song etwas, was ihn von anderen abhebt. Ich finde die Musik sehr anspechend, wundere ich aber doch, dass dieser Song tatsächlich ein kleiner Chartstürmer war. Immerhin blieb er 16 Wochen in den Billboard Charts (höchste Plazierung: 9). Ich finde "One Finger Melodie" ist ein netter kleiner Song für nebenbei - nicht mehr und nicht weniger.

Jan Lachmann:

"One Finger Melody" reiht sich nahtlos in die (gottseidank) recht kurze Liste an Columbia-Fehltritten ein. Das Lied ist einfach nur schlecht, Sinatra klingt völlig uninteressiert (verständlicherweise), die Melodie ist absolut lachhaft, das sich ewig wiederholende Piano-Geklimper wirkt allenfalls einschläfernd, den Text kann man getrost vergessen.
Da ist mir sogar das peinliche "Mama Will Bark" lieber. Dieses vermag wenigstens noch, mir ein Grinsen zu entlocken - besser als ein Gähnen, gepaart mit dem Gefühl 2 1/2 Minuten meiner Zeit verschwendet zu haben. Da ist mir wirklich jede Single-Aufnahme Sinatras aus den Siebzigern lieber (ausgenommen das unsägliche "Everybody Ought To Be In Love" und das noch langweiligere "Barbara").

Session 1950 New York

Violins: J. Brand, M. Hershaft, R. Lynch, R. Polikian, Z. Smirnoff, B. Taylor; Violas: S. Deutsch, I. Zirr; Cello: G. Ricci; Harp: E. Vito; Saxes: A.Drelinger, J. Lytell, P. Ricci, J. Small; Oboe: I. Horowitz; Trumpets: T. Faso, D. McMickle, J. Owens; Trombones: G. Arus, W. Heins, W. Rausch; French Horn: A. D’Erosa; Piano: G. Forbes; Guitar: M. Golizio; Bass: F. Carroll; Drums: J. Blowers

 

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