Something
Übersetzung
ETWAS
Something
Etwas in der Art, wie sie sich bewegt,
Zieht mich an wie keine andere Geliebte
Etwas in der Art, wie sie mich umwirbt
Ich will sie jetzt nicht verlassen
Besser du glaubst es und wie
Irgendwo in ihrem Lächeln weiß sie,
Ich brauche keine andere Geliebte
Etwas in ihrem Stil zeigt mir
Ich will sie jetzt nicht verlassen
Besser du glaubst es und wie
Du fragst mich, ob meine Liebe wachsen wird
Ich weiß es nicht, nein, ich weiß es nicht
Du bleibst in der Nähe, Jack, das könnte es zeigen
Ich weiß es nicht, nein, ich weiß es nicht
Etwas in der Art weiß sie
Alles was ich tun kann ist an sie zu denken
Etwas in den Dingen, die sie mir zeigt
Ich will sie jetzt nicht verlassen
Besser du glaubst es und wie
Du fragst mich, ob meine Liebe wachsen wird
Ich weiß es nicht, nein, ich weiß es nicht
Aber du hängst herum, Jack, das könnte es zeigen
Ich weiß es nicht, nein, ich weiß es nicht
Etwas in der Art, wie sie mich kennt
Alles was ich tun kann ist nur an sie zu denken
Etwas in diesen Dingen, die sie mir zeigt
Will sie jetzt nicht verlassen
Besser du glaubst es und wie
mm, mm, mm, mm, mm, mm,
Ich plane nicht sie jetzt zu verlassen
Übersetzung:Verena Kroniger
für Frank Sinatra - The Main Event
http://www.the-main-event.de
Holger Schnabl:
Sinatra hat sich dieses Beatles-Songs (ausnahmsweise nicht von Lennon-McCartney, sondern von George Harrison geschrieben und im Original zu finden auf dem Album „Abbey Road“) zweimal angenommen. Zunächst 1970 und dann noch einmal 1979 für das Album „Trilogy“.
Die poppige Fassung von 1970 sagt mir mit seinem zu plakativen Arrangement und dem scheppernden Schlagzeug eher wenig zu. Zudem ist Sinatra stimmlich alles andere als auf der Höhe und gibt sich auch interpretatorisch keine allzu große Mühe.
1979 hat Sinatra aber aus dem Song ein kleines Meisterwerk gemacht. Die 79er Fassung ist der früheren Version um Welten überlegen. Das subtile Arrangement von Nelson Riddle ist einfach großartig und glänzt mit so genialen kleinen Details wie dem Fingerschnippen vor der Textzeile „don´t want to leave her now“. Sinatra selber singt das Lied mit viel, viel mehr emotionalem Tiefgang als bei der ersten Version und ist zudem (für sein Alter) grandios bei Stimme, für meine Begriffe so gut wie nie seit 1965. Eindrucksvoll führt er hier noch einmal sein Markenzeichen vor, nämlich das Überblenden von Phrasen ohne erkennbare Atempause. Die Töne kommen sehr sicher und sauber, gesanglich eine ziemlich makellose Performance und interpretatorisch, was Ausdruck und Gefühl betrifft, ebenso fehlerlos. Absolut überzeugend haben der Großmeister Riddle und Sinatra hier noch einmal gezeigt, wie man aus einem eher simplen Song ein Meisterwerk machen kann. Mit Sicherheit ist die 79er-Aufnahme die definitive Version des Songs, an die keine Interpretation eines anderen Künstlers heranreicht (zumindest mir ist keine bessere bekannt).
Alles in Allem der vielleicht beste Song der gesamten Post-Retirement-Phase, welche insgesamt bekanntlich sowohl vom eingespielten Songmaterial als auch von der mitunter sogar grausigen stimmlichen Verfassung Sinatras größtenteils eine Enttäuschung (für meine Begriffe oft sogar Zumutung) darstellt. Eine Ausnahme in dieser so wenig erquicklichen Periode ist das Album „Trilogy“, von dem auch die Nummer „Something“ stammt. „Trilogy“ sollte in keiner Sammlung fehlen, wie ich hinzufügen möchte.
Andreas Kroniger
Ich denke den Worte von Holger kann ich in diesem Falle nichts hinzufügen!
Außer vielleicht, dass der beste Live-Song Sinatras "Something" aus dem Cesaers Palace 1978 ist. Leider, leider ist das Konzert nicht offiziell erschienen, denn alleine für diesen Song hätte es sich gelohnt.
Jan Lachmann:
Jan Lachmann:
Holgers Meinung zur Version von 1979 habe auch ich nichts mehr hinzuzufügen. Eine hervorragende stimmliche Leistung, gepaart mit einem exzellenten Arrangement des großen Nelson Riddle persönlich, verwandelt dieses Beatles-Liedchen in eine wahre Perle.
Ganz anders meine Meinung zur ersten Version.
Hier fällt zuerst die miese Soundqualität der Aufnahme auf - die Gleichlaufschwankungen sind teilweise unerträglich. Und sowas auf Sinatras eigenem Label! Das Arrangement klingt so sixties-mäßig, man fühlt sich teilweise in den Vorspann eines Bond-Streifens mit Sean Connery versetzt, bzw. in irgendeine Discotheque mit miniberockten, hüftenschwingenden, langmähnigen Mädels. Das mag in dieser Zeit gefallen haben, ist aber weit entfernt von Sinatras sonst oft völlig zeitlosen musikalischen Werken. In diesem musikalischen Umfeld kommt auch der Text so belanglos rüber, wie er von den Beatles im Original klingt.
Der direkte Vergleich dieser Aufnahmen, macht einmal mehr überdeutlich, was für ein allüberragendes Genie Riddle war. Aus einem durchschnittlichem Schlager eine so intensive Ballade zu formen - das ist wirkliche Kunst! Unnötig zu erwähnen, daß sich der Sänger selbst in dem passenden Umfeld viel wohler fühlt und daher auch viel mehr Leistung bringt.

