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Allgemein

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The Best Is Yet To Come

Titel

The Best Is Yet To Come

Text & Musik

Cy Coleman & Carolyn Leigh

Infos

Arrangiert von Quincy Jones, wurde der Song mit der Count Basie Band am 09.06.1964 aufgezeichnet. Er erschien im gleichen Jahr auf dem zweiten Sinatra/Basie Album "It might as well be swing". 30 Jahre später nahm Sinatra diesen Song erneut für „Duets II“ auf. Die Sinatra Aufnahme stammt vom 12.10.1993, das Orchester spielte einen Tag zuvor seinen Part ein. Der Gesang von John Secada wurde am 01.12.1993 aufgenommen und elektronisch zugemischt. Es ist auch der letzte Song, den Sinatra vor Publikum im Februar 1995 im Marriott’s in Palm Springs anlässlich des Golfturnieres sang, das seinen Namen trägt. "The best ist yet to yome" steht auf Sinatras Grabstein.

Übersetzung

The best is yet to come
 
 
Vom Baum des Lebens habe ich schlicht das Beste geerntet:
Du tauchtest auf, und das brachte Schwung in mein Leben,
Und ich bin fest davon überzeugt, daß das Beste erst noch bevorsteht.
 
Das Beste kommt erst noch; Schatz, wird das nicht toll?
Du meinst, du hättest das Wunderbarste schon erlebt,
Aber du hast es noch längst nicht erfahren!
 
Warte, bis wir uns nähergekommen sind;
Warte, bis sich unsere Lippen berührt haben,
Und du wirst erkennen: Bis der Tag des Sonnenscheins erstrahlt,
Hast du noch gar nichts wirklich gesehen!
 
Das Beste liegt erst noch vor uns; Liebling, ist das nicht wundervoll?
Das beste wird eintreten am Tage, an dem du mein sein wirst.
 
Kommt der Tag, an dem du zu mir gehörst,
Dann werde ich dich in Erregung versetzen;
Bisher haben wir ja nur am Wein genippt,
Aber wir werden noch den Becher bis auf den Grund leeren!
 
Warte nur, bis dein Liebreiz für meine Umarmung bereit ist;
Du denkst, daß du schon in großen Höhen geschwebt bist!
Aber, mein Herz, du hast noch nicht einmal vom Boden abgehoben!
 
Warte, bis ich dich in meine Arme geschlossen habe;
Warte, bis ich dich an mich ziehe;
Warte, bis du diesen Platz an der Sonne entdeckst:
Bis dahin erlebst du noch gar nichts dergleichen!
 
Das Beste wird erst noch geschehen; meine Liebste, ist das kein Grund zur Freude?
Das Beste tritt nämlich an dem Tage ein, an dem du fest zu mir gehörst.
 
Möge der Tag kommen, an dem du zu mir gehörst –
Und du wirst die Meine werden!

Übersetzung: Uwe Domnick für Frank Sinatra - The Main Event, 2009

Stimmen zum Song:

Bernhard Vogel:

"Best Is Yet To Come" war der stärkste Chart auf dem insgesamt enttäuschenden Album von 1964 (Sinatra war bei den Sessions hörbar nicht gut bei Stimme, und die Basie-Band mit Streichern ist eben keine Basie-Band mehr). Seine unzähligen Live-Versionen des Songs sprechen Bände, und einen besseren 'Abgang' als 1995 mit diesem Song, unglaublich stark gesungen mit 79, hätte FS kaum haben können.
Die beste der beiden Studio-Versionen (auf "Duets 2" sind geschnipselte Zeilen aus gemasterten Live-Mitschnitten zu hören) ist für mich aber das 1981er Remake mit Count Basie (wie in "The Man & His Music" zu hören).

Die Live-Versionen von "Best Is Yet To Come" aus den frühen 80ern finde ich eigentlich alle durchweg besser als die 64er Version von dem Basie-Album, deswegen meine ich auch, daß die 81er Studiofassung mit Basie besser ist als die von 1964.
Auf "Sands" swingen Basie und Sinatra viel besser miteinander als auf dem 64er Album, finde ich... dafür ist Sinatra nach knapp vier Wochen mit zwei Shows pro Abend hörbar nicht mehr so gut bei Stimme (warum hat Reprise bloß die Tracks statt in der ersten erst in der letzten Woche des Engagements aufgenommen???).
Das allerbeste Sinatra-Basie-Konzert ist für mich ihr gemeinsamer Auftritt beim Newport Jazz Festival im Juli 1965. Auch die Auftritte im Arie Crown Theatre in Chicago (Sommer 1965) sind musikalisch m.E. besser als "Sands".


Andreas Bergmann:

"The Best Is Yet To Come" ist sicherlich einer der besten Songs des Albums! Meine persönlichen Favoriten - und m.E. auch die wirklichen Perlen des Albums - sind "I Wish You Love" und "The Good Life". Eigentlich sind auf der Platte aber nur gute Songs vertreten.

Holger Schnabl:

„The Best Is Yet To Come“ ist für mich - neben „Fly Me To The Moon“ – der beste Song des Albums. Von Basie/Sinatra hätte ich mir eigentlich ein ganzes Album vom Kaliber dieser beiden Songs gewünscht bzw. erwartet. „The Best Is Yet To Come“ ist allerdings fantastisch. Das fängt schon damit an, wie Basie zu Beginn mit wenigen Tönen Stimmung schafft - darin war er ohnehin ein Meister seines Fachs. Quincy Jones hat zudem ein ganz famoses Arrangement geschrieben und die Band ist hier richtig in Fahrt – an den lauteren Stellen überdeckt sie mitunter sogar fast den Sänger. Meiner Ansicht nach hat Sinatra bei diesen Aufnahmen leider nicht mehr so ganz den lockeren Swing in der Stimme, den er z.B. noch auf „Sinatra Swings“ von 1961 hatte. Man hätte die Basie-Alben unter Umständen ein paar Jahre früher einspielen sollen.
Die Fassung von der Duets 2-CD kann man im Vergleich dazu ruhig unter den Tisch fallen lassen, denn sie ist offen gesagt, wie beide Duets-Platten, überflüssig. - Sinatra kann in diesem Alter natürlich unmöglich mit der Studio-Version von 1964 mithalten, keiner wird das auch je verlangen, trotzdem sei die Sinnhaftigkeit der Duets-Platten wieder einmal schwerstens in Frage gestellt, was aber diese Spaeth-Fassung des Songs wirklich völlig unbekömmlich macht ist Jon Secada – lächerlich.
Wie ich schon bei anderer Gelegenheit einmal geschrieben habe, war das Marriotts-Konzert vom Februar 1995 in Anbetracht der Tatsache, dass Sinatra damals schon 79 Jahre zählte, ziemlich gut gelungen und „The Best Is Yet To Come“ ist sicherlich kein schlechter Abschluss für eine sechzig Jahre dauernde Live-Karriere.
Abschließend würde ich den Song in einer Top-20 der Reprise-Jahre irgendwo zwischen Platz fünf und zehn reihen, allerdings eher nahe an die Zehn.

Marcus Prost:

Für mich gehört "The best is yet to come" zu den unverzichtbarsten Sinatra-Livesongs. Manches Richtige ist hier bereits geschrieben worden: Sinatra hat das Lied auf dem Album mustergültig interpretiert, auch wenn die Livefassungen zeigten, daß durchaus noch Steigerungen möglich waren. Diese Zurückhaltung auf dem dennoch genialen Album ist aber wohl auch eher auf den besonderen Charakter einer Studioaufnahme zurückzuführen. Ich denke mal vor einer gespannten Publikumsmasse ist es eher möglich/ nötig ein Lied richtig "krachen" zu lassen. Aus "The Best..." konnte Sinatra unzweifelhaft mehr rausholen, als er es auf dem Basie-Album getan hat, das hätte dann aber dem einheitlichen Stil des Albums eher geschadet.
Noch heute in der Ära der CD-Spieler höre ich mir das Album in genau der auf der Platte vorgegebenen Form an, da hier, bei aller Unterschiedlichkeit der Lieder, alles sehr schön zusammenpaßt.
Fazit: Wir haben von dem Lied eine hervorragende Sinatra-Studiofassung und viele ebenso hervorragende und noch prägnantere Livefassungen und - nicht zu vergessen - einen großartigen Abschluß einer einzigartigen Karriere.

Tim Bialek:

Ein Song, der nicht nur ausgezeichnet zu Sinatra und Basie passt, er verkörpert geradezu die glorreiche Zusammenarbeit der beiden. Wie schon bei "Mack The Knife" hat Sinatra bei seinen Live-Auftritten später viel mehr aus dem Song herausgeholt und ihn erst richtig entwickelt. Übrigens pikanterweise erst als Vincent Falcone auf der sprichwörtlichen Bühne erschien, gehörte das Stück zum Konzert-Reportoire. Hat Falcone ihn dazu gebracht? Dem Mann gebührt ausdrücklicher Dank, wenn dem so ist...
So gesehen ist die Ur-Version noch ausbaufähig, aber mit der wahnsinnig swingenden Rhythm-Section (hervorzuheben hier der großartige Sonny Payne an den drums), dem krachenden Blech und dem typisch sparsamen Basie-Klavier ein herrlicher Swinger. Ich weiß gar nicht, was einige gegen das Album haben. Ich darf als begeisterter Sammler der Basie-Musik sagen: Es ist ein typisches Basie-Album, die Streicher stören mich nicht, sie mischen sich gut ein.
Übrigens: Ich habe den Eindruck, dass Sinatra bei der ersten Textzeile über das ganze Gesicht grinst, so hört sich sein Gesang jedenfalls an... Es scheint ihm Spaß gemacht zu haben. Jedenfalls ist das Ergebnis des gesamten Albums (sieht man mal vom unsäglichen "I Can't Stop Loving You" ab) sehr gelungen; ich kann nie still dabei sein, sondern schnippe immer mit den Fingern. So soll es ja wohl auch sein...:-)
Beim Fernsehspecial 81 hört man schon, dass Sinatra den Song mittlerweile zwei Jahre im Konzertprogramm hatte. Der Dank und das Lob an Basie unmittelbar nach Ende kamen sicher aus ganzem Herzen; der alte Mann hat bis zum Schluss weiter tolle Musik gemacht, auch dann noch, als er wenig später im Rollstuhl vor dem Flügel saß...


Bernhard Vogel:

D
as "Comeback" des Songs im Konzertprogramm ist ein Verdienst des hinlänglich unterschätzten Vinnie Falcone jr. Als er das (Conductor-)"Ruder" 1978 übernahm, wollte er Sinatras Programme radikal ändern, weil sie "zu vorhersehbar" seien. Manches hat Sinatra abgelehnt, vieles angenommen, darunter auch dieses Stück. Zu keinem Zeitpunkt seiner Konzert-Bühnenkarriere hat Sinatra innert fünf Jahren soviele neue Songs und/oder neue Arrangements präsentiert (über 50 insgesamt) wie zwischen 1978 und 1983, mit Vinnie Falcone. Für den Sänger Sinatra neben der klassischen Capitol- und experimentierfreudigen frühen Reprise-Zeit (1953-1965) die mit Abstand wichtigste, erfolgreichste und ertragreichste künstlerische Phase, die leider noch immer viel zu wenig gewürdigt wird.
Sinatras viele tollen "Harvest"-Versionen von "Best Is Yet To Come", getoppt von der großartigen 81er Fernsehfassung, sind also mit ein Verdienst von Vinnie Falcone.

 

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