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When The World Was Young

Titel

When The World Was Young

Text & Musik

Musik von Philippe Gérard Bloch, Text von Angela Vannier
englischer Text von Johnny Mercer

Infos

Eines der berühmtesten Chansons von Edith Piaf ist „Le Chevalier de Paris“, komponiert 1950 von Philippe Gérard Bloch, mit einem Text von Angela Vannier (nach der ersten Zeile des Refrains ist das Stück auch als „Ah! Les Pommiers Doux“ bekannt). Noch im selben Jahr schrieb Johnny Mercer („One For My Baby“) einen englischen Text dazu, den Peggy Lee als „When The World Was Young“ erfolgreich in den USA herausbrachte.
In vielen Sprachen trat das Lied fortan einen kleinen Siegeszug rund um den Globus an, auch eine deutsche Fassung gibt es (geschrieben von Hans Bradtke, dem Schöpfer von „Summer Wind“), die unter anderem von Hildegard Knef und vor allem von Marlene Dietrich gesungen wurde („Die Welt war jung“).
Sinatra nahm das Lied mit dem Text von Johnny Mercer am 11. September 1961 für „Point Of No Return“ auf, sein letztes Konzeptalbum bei Capitol. Es war auch Sinatras letzte Zusammenarbeit mit dem kurz darauf verstorbenen Axel Stordahl, seinem Wegbegleiter und „Hausarrangeur“ der Dorsey- und Columbia-Zeiten.

Infos: Bernhard Vogel

Übersetzung

Stimmen zum Song:

Alfred Terschak:

Ein nettes Kleinod... Der Song geht natürlich unter, auf einem Album, das auch den September Song (As Time Goes By ist auch kein Klacks) enthält.. Sehr kunstvoll arrangiert, wie das ganze Album, das zwar nicht ganz zu meinen Favorits zählt, aber fast.

Tim Bialek:

Von meinem Lieblingsalbum der Lieblingssong; ein Klassiker, wie Milt Bernhard richtig sagte und unter meinen Sinatra Top Ten auf jeden Fall vertreten. Ein absolutes Meisterwerk.

Michael Dörffler:

Auf dem Album sind viele grandiose Songs, aber wenn ich nur einen aus allen aussuchen müßte: Ich würde mich für When The World Was Young entscheiden!

Holger Schnabl:

Der Song hat ein schönes Arrangement, einen sehr guten Text und Sinatra gelingt durch seine unnachahmliche Phrasierung eine weitere sehr überzeugende Charakterstudie – dennoch gibt es auf dem durchgehend exzellenten „Point Of No Return“-Album eine Reihe von Songs, die mir noch um einiges besser gefallen. Sinatra ist auf diesem letzten „wirklichen“ Capitol-Album (die 90er Capitol-Platten – vor allem die wahrlich unnötigen Duett-Platten - sind für mich eher verzichtbar) in so großartiger Form, dass „When The World Was Young“, obgleich hervorragend, neben anderen Songs des Albums in gewisser Weise nur durchschnittlich wirkt. So ganz vermag ich also die Begeisterung, die in manchen obigen Einträgen zum Ausdruck gebracht wurde, nicht teilen.
„Point Of No Return“ halte ich zusammen mit „In The Wee Small Hours“ für das beste Balladen-Album der Capitol-Phase, besonders erfreulich ist natürlich die erneute, aber leider auch letzte Zusammenarbeit mit Axel Stordahl, dem wir unzählige Meilensteine der Columbia-Phase verdanken.

Bernhard Vogel:

Das ganze Album "Point Of No Return" ist ein Meisterwerk, kommt aber immer noch ein wenig zu kurz zwischen den vielen anderen tollen LPs der Capitol- und frühen Reprise-Zeit. Schwache Nummern gibts hier nicht, dem stimme ich auch zu... für mich war aber vom allerersten Hören an (kann gut 15 Jahre her sein) "When The World Was Young" der Song, der mir am besten gefallen hat... damals hab ich bei einer neuen LP oft ein oder zwei Stücke gleich zigmal hintereinander gehört, bei diesem Album war es dieser wunderschöne, phantastisch arrangierte Song.
Stordahl und Sinatra spazieren so unnachahmlich "leicht" über den schmalen Grat, der zwischen den Abgründen von sentimentalem Kitsch und Chanson-Kopie entlang führt. Vielleicht zusammen mit "We Kiss In A Shadow" (Columbia) Stordahls poetischster Chart für Sinatra. Allein schon die clever mit "Saloon-Anspielungen" operierende Klaviereinleitung, zu der Sinatra die Zeilen singt, die dem ursprünglichen Chanson am nächsten kommen, aber auch autobiographisch klingen (FS war ja schon so was wie ein "boulevardier" und ein melancholisch-einsamer Partygänger).
Dazu kamen die "einmaligen" Umstände, es war ja bei den Aufnahmen schon klar, daß dies Sinatras letztes Capitol-Konzeptalbum sein würde, und ebenso war abzusehen, das sein langjähriger Wegbegleiter Stordahl, bereits tödlich erkrankt, hier zum letzten Mal ins Studio ging. In dem lesenswerten kleinen Taschenbuch "Sinatra" von Robin Douglas-Home (erschienen 1963) finden sich eindrückliche Schilderungen der Aufnahmesessions für Point Of No Return, denen der Autor "dank Vitamin C" beiwohnen konnte.
Die ganze Stimmung von "When The World Was Young" schließlich nimmt einiges von dem vorweg, was Sinatra und Gordon Jenkins 1965 auf "September Of My Years" hervorzaubern würden (es ist kein Zufall, daß Sinatra auch den "September Song" für Point Of No Return aufnahm)... "When The World Was Young", und "Golden Moment" mit Nelson Riddle (von 1965), sind die idealen Ergänzungen zu dem September-Album von 1965. Letzteres wurde zurecht für seinen einmaligen "Herbstsound" preisgekrönt - doch erstmals kreiert wurde dieser Sound von Sinatra und Stordahl in diesem Lied. Aufgenommen im September........

 

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