The Main Event

Songindex

Sie muessen Java Script zulassen um alle Elemente dieser Seite anzuzeigen...

Allgemein

Share on Facebook _____________________



Almost Like Being In Love

Titel

Almost Like Being In Love

Text & Musik

Alan Jay Lerner & Frederick Loewe

Infos

Zweimal nahm Sinatra diesen Song im Studio auf: Am 31. März 1947 mit Axel Stordahl in Hollywood und für das Capitol Album „Come Swing With Me“ am 22. März 1961 mit dem Arrangement von Heinie Beau, im Stile von Billy May orchestriert, der für fast alle Arrangements des Albums verantwortlich zeichnet.

Übersetzung

Fast wie verliebt sein
(Almost Like Being In Love)

Was war das nur für ein Tag
Was für eine seltene Stimmung, in der ich bin
Warum fühle ich mich fast wie verliebt
Ich habe ein Lächeln im Gesicht
Für die gesamte Menschheit
Warum fühle ich mich fast wie verliebt
Die ganze Musik des Lebens scheint nur eine Glocke zu sein, die für mich läutet
Und so wie ich mich fühle, wenn diese Glocke zu läuten beginnt
Ich könnte schwören, ich hätte mich verliebt
Ich könnte schwören, ich hätte mich verliebt
Es ist fast wie verliebt sein



Übersetzung: Andreas Bergmann
für Frank Sinatra - The Main Event

Stimmen zum Song:

Marcus Prost:

Für mich als Capitol-Swing-Enthusiast absolut keine Frage:
die Swing-Version dieses Liedes ist wirklich großartig. Man kann noch so schlecht gelaunt sein und von einem anstrengenden Arbeitstag kommen; hört man schon die ersten Töne dieses Liedes ist gleich alle schlechte Laune verflogen. Man wird von der Band richtig mitgerissen und Sinatras gute Laune ist ansteckend. Man hört, daß ihm diese Aufnahme Freunde gemacht haben muß.
Kein Vergleich zu dieser Balladenfassung. Ja ich weiß, daß es sie gibt; aber wo war sie noch gleich? Allein der Umstand, daß ich erst aufwendig nach ihr suchen müßte, sagt glaube ich alles über die Wertschätzung, die diese Fassung bei mir hat.
Also bleiben wir schön bei Capitol!!!!!
Übrigens, die Zeilen
There‘s a smile on my face
For the whole human race

wären klassische Kandidaten für die Frage nach den beliebtesten Zeilen in einem Sinatra-Lied.

Bernhard Vogel:

Ein genialer Song aus dem Musical "Brigadoon", das 1947 Premiere hatte. Sinatra war Ende März 1947 einer der ersten, der versuchte, durch ein Cover des Songs auf den Erfolg aufzuspringen; zwei Versionen der Session vom 31.3.1947 sind bislang auf CD erschienen (eine auf der Columbia-Box CD 6, eine weitere zuvor schon auf LP erschienene auf "Portrait Of Sinatra" Columbia/Legacy, CD 2).
Was Sinatra betrifft, so kann ich mich nur Marcus anschließen, das Capitol-Remake von 1961 ist, wie es im Rat-Pack-Jargon so schön heißt, "a gasser". Vielleicht neben "That Old Balck Magic" die beste Nummer auf dem Capitol-Album "Come Swing With Me", aufgenommen 1961, als Sinatra innerlich und vertraglich bereits lange mit Capitol abgeschlossen hatte. Billy Mays Einsatz einer doppelten Brass-Section kommt hier besonders gut zum Ausdruck, dazu ist das Tempo so verschärft, daß man in der Tat NICHT im Sessel sitzen bleiben kann, sei man auch noch so esrchöpft, wie Marcus so treffend geschrieben hat, von "a hard day's work". Sinatra hat den Song danach nicht mehr gesungen.
Trotzdem ein kleines Caveat: Der Song "gehört" m.E. auf jeden Fall 'für immer' Judy Garland . In den 50ern nahm sie ihn für Capitol auf, und die beste Live-Version stammt von ihrem legendären Live-Album "Carnegie Hall". Mit den wiederholten Tempi-Wechseln gerät Judys Version um längen besser als Sinatra, eines ihrer besten Arrangements überhaupt, und niemals sang sie es besser als 1961 in der Carnegie Hall.
"Aaaaaaaaand - froommmmm - theeee - wayyyyyyyyy that I feeel...."
Sinatra selbst stellte die Aufnahme im Radio vor und meinte dazu: "Everybody listen to this - it doesn't get any better than that!". Ich schließe mich Sinatras Meinung an .

Holger Schnabl:

Obzwar mir auch die Columbia-Version ganz gut gefällt, gebe auch ich der Swing-Fassung aus der Capitol-Ära den Vorzug. Meiner Ansicht nach passt ein schnelles, ausgelassenes Arrangement auch wesentlich besser zum Text des Songs – der Balladenfassung mangelt es doch etwas an Esprit, obgleich sie von Sinatras gesanglicher Leistung her tadellos gelungen ist.
Der Charakter des Songs, den Sinatra portraitiert, ist ja – wenn man den Text dahingehend interpretiert – augenscheinlich gehobener Stimmung, da scheint mir das recht behäbige Balladenarrangement nicht ganz passend, ja eigentlich verfehlt. Nun weiß ich allerdings nicht, ob der Song ursprünglich als Ballade geschrieben war, aber wie auch immer – der Text und die Stimmung des Liedes kommen in einem flotten und elektrisierenden Big-Band-Arrangement besser zur Geltung.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie Sinatra ein und demselben Song eine ganz unterschiedliche Bedeutung zu verleihen wusste, wenn er ihn in völlig verschiedenen Arrangements aufnahm. In diesem Falle haben Neu-Aufnahmen durchaus ihren Sinn und ihre Berechtigung – ganz im Gegensatz zu Neu-Aufnahmen wie etwa „Witchcraft“ oder „I´ve Got You Under My Skin“ wo man der Einfachheit halber auf Altbewährtes zurückgriff, ohne wesentlich Neues auszusagen.

Jan Lachmann:

Version I:

Recorded: 31.03.1947
Arrangement: Axel Stordahl
Diese erste Studioaufnahme ist meiner Meinung nach gar nicht so balladesk, wie hier viele meinen. Natürlich kommt sie nicht an das halsbrecherische Tempo des Capitol-Remakes heran, dennoch gibt es einen klar akzentuierten Beat, getragen von einem dezenten Schlagzeug und einem gezupften Bass. Nichtsdestotrotz sticht vorerst Stordahls geschmackvolles, romantisches Streicherarrangement ins Ohr, gleichwohl bleibt diese Variante tanzbar, auch aufgrund von Sinatras gesanglicher Darbietung, die doch einiges an Swing in seiner Stimme offenbart.
Allerdings stimme ich ansonsten mit meinen Vorrednern überein, dass dieser Titel mit seinem überschwänglichen (Ich hasse die Rechtschreibreform! Jetzt verbessert mich sogar schon Word!) Text, doch eher ein noch treibenderes Arrangement verdient.
Version II:
Recorded: 22.03.1961
Arrangement: Billy May (???)
Dieses treibende Arrangement erhält es dann auf Sinatras Album “Come Swing With Me!”. ..Auf jeden Fall lässt die Band es hier richtig krachen. Zwei Brass-Sektionen treten gegeneinander an, pushen sich gegenseitig zu Höchstleistungen auf, hin und wieder meldet sich sogar eine Tuba zu Wort. In gewohnt lässiger Weise swingt sich Sinatra durch den Song und schüttelt jedes bisschen Staub, welches vielleicht schon auf ihm gehaftet haben könnte, locker ab.
Sicherlich ist dieses die unterhaltsamere Version des Liedes. Kein Wunder – hier singt ja auch der Sinatra der Capitol-Ära, seiner künstlerisch ersprießlichsten Zeit.
Etwas unangenehm wirkt die extreme Kanaltrennung, welche in Zeiten früher Stereoplatten ja durchaus üblich war, um den Stereoeffekt deutlicher zu machen. Ob man bei der CD-Wiederveröffentlichung die Abmischung hätte verändern sollen, lasse ich einfach einmal dahingestellt. Generell bin ich kein Freund von Klangveränderungen gegenüber dem Original, manchmal tragen sie aber exorbitant zum Hörgenuss bei, so geschehen bei Jerry Lee Lewis´ Aufnahmen für ACE, welche ehemals ein einziger Klangbrei waren.



 

© Sinatra - The Main Event | Online since 1999

Eine weitere Veröffentlichung unserer Artikel & Übersetzungen auf anderen Webseiten und/ oder anderen Medien ohne Anfrage und/ oder Genehmigung ist nicht gestattet; diese Genehmigung kann nur durch den Betreiber und/ oder durch den Autor selbst im Einzelfall erfolgen.

This Website is dedicated to Thelma and Joe Bowers – "You hold the world on a string, sitting on your rainbow"

Translate this page

Content

Contact: Andreas Kroniger

Sinatra - The Main Event